Ein Spaziergang über die fünf schönsten Weihnachtsmärkte Europas
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Ein Spaziergang über die fünf schönsten Weihnachtsmärkte Europas

Einer der großen Pluspunkte von Reisen zur Weihnachtszeit ist, dass die Städte wunderschön geschmückt werden und sich von ihrer schönsten Seite zeigen. Um so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen und dabei gleich ganz besondere Geschenke zu kaufen, gibt es nichts Besseres, als die Weihnachtsmärkte Europas zu besuchen.

Die schönsten Weihnachtsmärkte Europas

Die Weihnachtsmärkte Prags: stoß an mit Svařák

Eine der schönsten Städte Europas beherbergt gleichzeitig mehrere Weihnachtsmärkte, die die Herzen all derer, die Weihnachtsschmuck, Weihnachtslieder und bunte Lichter lieben, höher schlagen lassen. In den kleinen Holzhütten kann man warme Getränke und Leckereien zu sich nehmen, um bei der Suche nach dem perfekten Geschenk nicht auszukühlen.

Wenn du dich nicht nur in Weihnachtsstimmung bringen, sondern auch die örtlichen Traditionen entdecken möchtest, dann beginne am besten bei der Küche. Zum Trinken gibt es Svařák (Glühwein mit Zimt und Gewürznelken) oder Punč (eine Art Punsch auf Basis von Wasser, Zucker, Alkohol, Zitrone und Gewürzen). Zum Essen solltest du die aromatische Trdelník probieren, eine Keksrolle mit Zucker und Mandelsplittern, die warm gegessen wird, oder gebratenen Schinken. Man braucht hier also weder zu hungern noch zu frieren.

Wenn man erst einmal satt ist, kann man an den Ständen der Weihnachtsmärkte Prags entlang schlendern, auf der Suche nach Inspiration für die Weihnachtsgeschenke, aber zunächst muss man sich entscheiden, welchen Markt man zuerst besucht, denn Prag hat gleich mehrere; alle in den typischen Farben der Jahreszeit geschmückt – Grün, Weiß, Rot und Gold – und in der traditionellen fünfzackigen Sternform aufgestellt. Der größte Markt ist der am Altstädter Ring, der mit einem riesigen Weihnachtsbaum geschmückt wird und an dem es viele Konzerte gibt. Dazu kommen der Markt auf dem Wenzelsplatz, sowie auf dem Platz der Republik, dem Friedensplatz (Náměstí Míru) und dem Tylovo-Platz. Auf allen kann man Glaswaren, Holzspielzeug, Kunsthandwerk, Kerzen oder Dekoration für den Weihnachtsbaum und die Krippe finden.

Die Weihnachtsmärkte Roms: auf der Suche nach der Befana

Die italienische Hauptstadt, die daran gewöhnt ist, in allen Top-Listen für Reisende aufzutauchen, befindet sich natürlich auch in der Liste der besten Weihnachtsmärkte Europas. Der Klassiker ist der Weihnachtsmarkt auf der Piazza Navona, der sich aus der Tradition des Marktes ergab, der hier das ganze Jahr über unter freiem Himmel stattfand. Heutzutage ist es der Weihnachtsmarkt, der alle Römer anlockt, um schöne Weihnachtsdekorationen zu kaufen und um Weihnachten nicht ohne ihre Befana zu verbringen. Diese Hexe ist diejenige, die den Kindern am 5. Januar ihre Geschenke und Süßigkeiten in die Socken steckt und so ist ihre Gestalt als Hauptfigur des Marktes überall zu sehen.

Weitere Weihnachtsmärkte, weniger traditionell, aber auf jeden Fall sehenswert, wenn man gerade in Rom ist und Weihnachten liebt, sind die Märkte der Piazza Mazzini oder der Piazza Verdi. Und obwohl es hier keinen Markt gibt, sollte man auf jeden Fall den Petersplatz besuchen, denn zur Weihnachtszeit wird hier der größte Weihnachtsbaum Roms aufgestellt, der über 20 Meter misst. Daneben gibt es auch eine Krippe – oder Presepi, wie sie hier genannt wird – um die Weihnachtsdekoration zu vervollständigen.

Die Weihnachtsmärkte Hamburgs: für jeden Geschmack

Während Berlin berühmt ist in der ganzen Welt, bleibt Hamburg als Reiseziel für Touristen oft ein wenig im Hintergrund. Aber in der wichtigsten Hafenstadt Deutschlands gibt es unzählige Weihnachtsmärkte, unter denen man vor allem den historischen Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt hervorheben muss, auf dem alles blitzt und blinkt. Hier kann man die typischen Gerichte bekommen – Würstchen, Lachs, Schinken, Brötchen, etc. – und natürlich Glühwein trinken, um warm zu bleiben.

An den Ständen wird eine Vielzahl an Kunsthandwerk angeboten: Keramik, Holzschnitzereien, allerlei Arten an Weihnachtsdekoration, Ledersachen oder Kerzen. All dies unter den wachsamen Figuren des alten Karussells und den gelegentlichen Besuchen des Weihnachtsmannes, der den Weihnachtsmarkt dreimal am Tag nach einem bestimmten Zeitplan überfliegt.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Weihnachtsmarkt auf dem Jungfernstieg, direkt am Alsterufer. Dies hat seine Vor- und Nachteile. Einerseits hat man hier einen wundervollen Ausblick, aber andererseits ist es am Wasser noch ein wenig kälter als anderswo. Wenn du diesen Weihnachtsmarkt besuchst, solltest du dich also warm anziehen und nicht vergessen, dich mit den typischen Leckereien warm zu halten. Ganz in der Nähe befinden sich auch der Weihnachtsmarkt  auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz, der Spitalerstraße und der Mönckebergstraße. Und wenn du es ein bisschen wilder magst, dann geh auf den Weihnachtsmarkt von Sankt Pauli, in Hamburgs Rotlichtviertel, auf dem es Striptease zu sehen und Erotik-Produkte zu kaufen gibt und verschiedene Shows stattfinden, weswegen es einer der beliebtesten Weihnachtsmärkte für junge Leute ist.

Die Weihnachtsmärkte von Budapest: der Zauber des Adventskalenders

Mitten im Zentrum von Budapest befindet sich der Weihnachtsmarkt des Vörösmarty-Platzes, der einen gleich bei Ankunft in einen Duft von Glühwein und Zimt einhüllt. Das gastronomische Angebot ist hier reichhaltig; als Hauptgericht gibt es Kolbasz (gekochte Würstchen), Pecsenye (Fleisch vom Grill), Kenyérlangos (Brot aus dem Backofen mit geräuchertem Speck) oder Langos (Brot mit Käse und Saucen). Wenn du Lust auf etwas Süßes hast und etwas richtig Typisches essen möchtest, dann empfehlen wir dir Kurtoskalacs, ein Gebäck mit Zucker, Zimt, Walnüssen oder Kokos. Und das alles natürlich zum traditionellen Glühwein mit Zimt und Gewürzen.

Was die Einkäufe betrifft, so ist das traditionelle Kunsthandwerk natürlich immer eine gute Wahl. Man kann zwischen Glaswaren, Keramik, Holzspielzeug und Weihnachtsdekoration wählen; alles, was das Herz begehrt an den über 100 Ständen. Aber eine der schönsten Besonderheiten dieses Weihnachtsmarktes ist es, dem Voranschreiten des Adventskalenders zuzusehen, der auf die Fassade des Café Gerbaud projiziert wird und an dem jede Jalousie ein Fensterchen darstellt.

Der andere große Weihnachtsmarkt der ungarischen Hauptstadt findet auf dem Platz der St.-Stephans-Basilika statt, an deren Fassade ein eindrucksvolles Lichtspiel projiziert wird. Zu alldem gesellt sich noch ein riesiger Weihnachtsbaum und eine Eislaufbahn, auf der sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß haben.

Die Weihnachtsmärkte Mailands: das Sant Ambrogio Festival

In Mailand beginnt die Weihnachtszeit an einem bestimmten Datum: dem 7. Dezember. An diesem Tag wird das Fest von Sant Ambrogio, dem Schutzheiligen der Stadt, gefeiert und beginnt der Weihnachtsmarkt von Mailand, der seit dem 13. Jhr. stattfindet und unter dem Namen “Oh Bej! Oh Bej!“ bekannt ist. Die Herkunft dieses eigentümlichen Namens geht auf die Ausrufe der mailändischen Kinder beim Anblick der Geschenke zurück, die aus dem Lombardischen übersetzt soviel wie „Oh, wie schön!“ bedeuten. Der Weihnachtsmarkt findet heutzutage neben dem Castello Sforzesco und in den umliegenden Straßen statt.

Hier kann man von der traditionellen Weihnachtsdekoration, mit Krippenfiguren aus einer Mischung aus Pappmaché und Ton, bis hin zu ortstypischem Kunsthandwerk, antiken Möbeln und selbstverständlich den gastronomischen Spezialitäten mit dem Glühwein in der Hauptrolle, alles finden.