Marokko und seine bunten Städte Tanger und Casablanca
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Marokko und seine bunten Städte Tanger und Casablanca

Marokko. Allein der Klang dieses Namens duftet schon nach schwarzem Tee, Wüstenluft und Kardamon. Marokko — das ist für uns noch immer ein orientalisches Märchen aus 1001 Nacht! Gerade im Herbst, wenn hier die Temperaturen langsam fallen, ist es dort noch wunderbar warm, sodass man das abwechslungsreiche Reiseziel noch ausgiebig genießen kann.

Marokko: Spanische, italienische und maurische Einflüsse

Ganz oben an der Nordwestspitze Marokkos liegt mit knapp einer Million Einwohner die Berberstadt Tanger. Der Legende nach hat Antonius, Sohn des griechischen Meeresgottes Poseidon und von Gaia, die Stadt gegründet. Dies geschah, als Herkules an genau dieser Stelle die Erde spaltete und so die Meerenge von Gibraltar schuf, die bis heute den Atlantik vom Mittelmeer sowie Spanien von Marokko trennt. Geschichtliche Zeugnisse gehen davon aus, dass die Gründung etwa im 5. oder frühen 6. Jahrhundert vor Christus durch die Katharger erfolgte und die Siedlung als „Tingis” erst unter römische Herrschaft geriet, bevor sie im Jahr 702 von den Arabern erobert wurde. Die Einflüsse der verschiedenen Kulturkreise sind auch heute noch allerorts in Tanger zu sehen. Wer sich mit etwas Zeit durch die Stadt treiben lässt, wird viele versteckte Schönheiten ausmachen, in die man sich ganz und gar verlieben kann!

Marokko bei Nacht

Blick über Tanger

Streifzug durch die Medina

Der zentrale Marktplatz der Stadt ist seit Ende des 19. Jahrhunderts der sogenannte Grand Socco. Hier trifft man sich vor allem am späten Nachmittag und in den frühen Abendstunden zum Einkaufen, Feilschen und Plaudern. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Medina, die Altstadt. Man kann sich jetzt durch die schmalen Gässchen des Souks treiben lassen, bis man zum Beispiel im Norden das Kasbah-Viertel erreicht. Dort warten etliche Fotogelegenheiten: Der ehemalige Sultanspalast Dar-al-Makhzen beeindruckt mit seiner typisch maurischen Architektur und viele traditionelle Hofhäuser zeigen sich mit hübschen Fassaden und Höfen von ihrer schönsten Seite. Wer ganz genau hinschaut, kann hier aufwändig gestaltete Mosaike und Stuckornamente entdecken und fotografieren.

Blick über den Hafen in Tanger in Marokko

Der Hafen von Tanger

Catch of the day” am Fischerhafen in Tanger

Wenn du auf dem Streifzug durch Tanger eine Pause brauchst, kannst du dich auf der Terrasse des „Salon Bleu” über der Place du Méchouar vom Sightseeing ausruhen und dir einen typisch marokkanischen „Thé à la Menthe” oder einen erfrischenden Fruchtsaft zu Gemüte führen. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf die weißen Gebäude des Kasbah-Viertels und kann entspannt die Füße hochlegen! Wer richtig Hunger hat, spaziert allerdings lieber hinunter zum Fischerhafen, wo man auf unprätentiöse Art und Weise für kleines Geld gegrillte Merresfrüchte sowie fangfrischen Fisch bekommt. Gebügelte Tischdecken und kristallene Gläser sucht man hier vergebens: Stattdessen tun’s hier Papierservietten und simple Holz- bzw. Plastikstühle. Die Lokale und Buden sind vor allem bei Einheimischen sehr beliebt und geben meist einfache, aber hervorragende Speisen aus.

Gerade im heißen Sommer ist es am Fischerhafen angenehm, da am Meer immer ein frisches Lüftchen weht. Der Stadtstrand ist aber im Sommer meist ziemlich überfüllt, weshalb du vielleicht lieber einen Badeausflug zu den schönen und weitaus leereren Stränden südwestlich der Stadt machen solltest. Im Frühjahr, Frühsommer oder Herbst kannst du hingegen auch in Tanger selbst baden — dann sind die Temperaturen auch am angenehmsten.

Weiße Häuser von Casablanca

Folgt man der Route am Meer entlang, kommt man nach rund 330 Kilometern in Casablanca an. Obwohl die rund 3,6 Millionen Menschen zählende Metropole im Vergleich zu Tanger nochmal deutlich größer ist, kann man sich in einem Tag einen ganz guten Überblick über die Hauptsehenswürdigkeiten verschaffen. Übrigens wird Casablanca im Arabischen ad-Dār al-baydā genannt, was wortwörtlich übersetzt „weißes Haus” bedeutet und schon einen ersten Hinweis auf das Stadtbild gewährt.

Moschee in Casablanca in Marokko

Die Moschee Hassan II. in Casablanca

Gigantische Moschee mit Cabrio-Dach

Sehenswert ist in Casablanca neben der Medina hauptsächlich die Moschee Hassan II., die mit einer Fläche von 100 auf 200 Metern eine der größten Moscheen der Welt und die größte Moschee der Maghreb-Staaten ist. Wenn du dich dazu entschließt, sie zu besuchen, solltest du viel Zeit mitbringen, um alles in Ruhe auf dich wirken zu lassen. 10.000 Quadratmeter an verlegten Mosaikkacheln, schnörkeliger Stuck und aufwändig geschnitzte Holzdecken wollen ohne Eile genossen werden. Besonders cool: Das in 60 Metern Höhe gelegene Dach der Moschee lässt sich innerhalb weniger Minuten vollständig öffnen, sodass die rund 25.000 Gläubigen, die in der Moschee Platz finden, bei Bedarf auch im Sonnenschein oder gar unter dem funkelnden Sternenhimmel beten können.

Aber auch das Gelände um das Hauptgebäude braucht sich nicht zu verstecken: wunderbar gepflegte Gärten, mehrere Hamams, ein Museum über die marokkanische Geschichte sowie eine riesige Bibliothek sind nur ein paar der Einrichtungen, die hier in Staunen versetzen.

Unweit der großen Moschee kannst du Quartier beziehen: Das Barceló Casablanca liegt direkt am zentralen Boulevard d’Anfa, der eine ideale Verbindung zur Moschee oder in die Altstadt darstellt. Das mit vier Sternen ausgezeichnete Hotel ist damit ein super Ausgangspunkt für die Erkundung Casablancas und schneller Rückzugsort zugleich. Hier kann man auch zwischendurch mal eine Pause einlegen oder gemütlich zu Abend essen, wenn man nach einem vollen Sightseeing-Tag nicht mehr vor die Tür möchte. Dich erwartet eine traditionell marokkanische Küche im à-la-carte-Restaurant „El Tubkal“, ohne dass du dafür nochmals einen Fuß vor die Tür setzen musst.

Die Barceló-Hotelgruppe stellt übrigens erst seit kurzem auch in Tanger sowie in Agadir Unterkünfte bereit: Das Barceló Tanger und das Allegro Agadir.