Reiseziele für 2018: Es gibt sie noch, ein paar unbewohnte Inseln
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Reiseziele für 2018: Es gibt sie noch, ein paar unbewohnte Inseln

Obwohl es kaum zu glauben ist, existieren heute immer noch Orte auf der Welt, an denen man keine Menschenseele trifft. Das erinnert Sie vielleicht an Kindergeschichten, aber die einsamen Inseln gibt es wirklich und es sind gar nicht wenige. Hier stellen wir Ihnen einige von ihnen vor, die Sie besuchen können und auf denen Sie sich wie ein Pirat auf Schatzsuche begeben können.

Reiseziele für 2018: Trauen Sie sich auf die einsamen Inseln

Wir sprechen nicht von einsamen Inseln im Übertragenen Sinne. Es existieren heutzutage immer noch tausende unbewohnte Inseln auf der Welt und nicht alle davon sind Eilande von nur wenigen Quadratmetern Größe inmitten des Ozeans. Vielen von Ihnen sind von bezaubernder Schönheit, jedoch gestaltet sich das Überleben auf Ihnen häufig auf Grund des Fehlens von Süßwasser schwierig. Dies erzeugt eine enorme Abhängigkeit nach außen. Andere wiederum sind Naturreservate, weshalb die menschliche Ansiedlung von vornherein nicht möglich ist. Sei es wie es sei, einige dieser Inseln können besucht werden und erlauben es Ihnen, wenn auch nur für einen Moment, ihre Schönheit und Ruhe zu genießen.

Isla de Lobos

Mit Ihrer Größe von 6 Quadratkilometern Oberfläche und ihrer fast 14 Kilometern langen Küste ist diese Insel vom Strand von Corralejo aus sichtbar. Sie befindet sich nordwestlich von Fuerteventura. Bevor die Fischer sie zahlreich wegen ihrer Fälle gejagt haben, lebten hier viele Seelöwen – oder „Mönchsrobben“, wie sie im hiesigen Dialekt genannt werden – und außerdem 100 verschiedene Pflanzenarten und Vogelspezies. Diese Vielfalt hat den Inseln den Status eines Naturreservats an Land und eines Meeresreservats unter der Wasseroberfläche eingebracht.

Die Insel Isla de Lobos war bewohnt, als der Bau des Leuchtturms von Punta Martiño im Norden der Insel begonnen wurde und später lebten der Leuchtturmwärter und seine Familie auf der Insel. Die Tochter des Leuchtturmwärters, Josefina Pla, war eine Dichterin und Schriftstellerin und gilt heute als berühmte Bewohnerin der Insel. Ihr wurde sogar eine eigene Statue gewidmet. Seit 1968 funktioniert der Leuchtturm allerdings automatisch und die Nachfahren von Antoñito, dem Leuchtturmwärter, haben daraufhin die einzige Bar der Insel gegründet, die lediglich zur Hauptsaison geöffnet ist. Für nur 15 Euro können Sie diese Insel besuchen, die in 15 Minuten mit der Fähre von Fuerteventura aus zu erreichen ist.

Dokos

Diese nur von orthodoxen Mönchen und Schafen bewohnte Insel hat eine Größe von etwas mehr als 13 Quadratkilometern und liegt im Argolischen Golf, östlich der Halbinsel Peloponnes. Üblicherweise bleibt diese Insel weitgehend unbeachtet, da sie in der Nähe der Touristenhochburg Hydra liegt, die heutzutage immer noch eine mythische Aura umgibt, da auf ihr einerseits keine Autos fahren dürfen und weil sie nach der griechischen Mythologie das Versteck des gleichnamigen, vielköpfigen Meeresungetüms Hydra ist.

Dokos

Die einfachste Art Dokos zu besuchen, ist es, ein Boot zu mieten und auf diese Weise beide Inseln anzulaufen und so viel Zeit wie wir wünschen auf ihnen zu verbringen. Einer der besten Orte, um dies zu tun ist Thermisia. Ein kleiner Ort, der für seine historischen Stätten, sowie seine Strände und beindruckende Ausblicke auf beide Inseln bekannt ist.

Sisarga

Eigentlich handelt es sich um drei Inseln: Das Archipel wird aus Sisarga Grande, Sisarga Chica und Malante gebildet und in seiner Umgebung befinden sich verschieden Eilande, wie Chalreu und Xoceiro, die zusammen die unbewohnten Sisargas-Inseln bilden. Sie befinden sich an der Costa da Morte gegenüber von Malpica de Bergantiños und beherbergen einen der ältesten Leuchttürme der Zone, der 1853 erbaut wurde. Außerdem beherbergen sie eine Einsiedelei die Santa Mariña gewidmet ist. Die antike religiöse Befestigung soll, so erzählt man sich in den angrenzenden bewohnten Gebieten, den Angriffen der Normannen zum Opfer gefallen sein.

Sisarga

Dank der ornithologischen Vielfalt der Insel, zu der die Anwesenheit von Heringsmöwen, Mittelmeermöwen und Dreizehenmöwen zählt, wurden die Inseln zu einem speziellen Vogelschutzgebiet erklärt. Um sie zu besuchen, muss man sich in einem privaten Boot Sisarga Grande nähern, die über einen Bootssteg und einen kleinen Strand im Süden verfügt. Von dort aus führt ein Wanderweg mit unvergesslichen Ausblicken über 2 Kilometer Länge bis zum Leuchtturm.

Isla del Coco

So wie auf den anderen Inseln dieser Liste, die zum Naturschutzgebiet erklärt wurden, wohnen auf Isla del Coco (Kokos-Inseln) in Costa Rica lediglich einige Wissenschaftler und Parkwächter, die ihre 23 Quadratkilometer Fläche schützen und untersuchen. Von den 235 bisher identifizierten Pflanzenarten sind 70 endemisch und ebenso existieren 64 endemische Insektenarten und 2 Echsenarten. Außerdem sind mehr als 200 Fischarten an der Insel heimisch sowie beinahe 20 verschiedene Korallentypen, was die Gewässer der Insel in ein Taucherparadies für Unterwasserfreunde weltweit konvertiert hat. Hier gibt es des Weiteren Hammerhaie, Stachelrochen und Wahlhaie zu sehen, sowie viele weitere Arten. Nicht von ungefähr hat der berühmte Meeresforscher Jacques Cousteau diese Insel “die schönste Insel der Welt” genannt.

Isla del Coco

Um sie zu besuchen, wird nur eine 30 minütige Fahrt mit einer der Fähren von Puntarenas aus benötigt.

Scharhörn

Diese Insel, die seit 1969 zum Bundesland Hamburg gehört, befindet sich in der Nähe der Elbmündung und ist 20 Hektar groß sowie komplett unbewohnt. Nur ein Vogelschützer kommt ab und zu auf die Insel und besucht die Reiher, Gänse, Enten und Möwen. Scharhörn ist Teil des Nationalparks des Wattenmeers und wurde wesentlich durch Sandbänke und Schlammablagerungen gebildet, die durch oberflächliche Bachläufe durchzogen werden. Auf ihnen leben rund 2.000 Tierspezies, unter ihnen Seerobben und Kegelrobben.

In der Nähe von Scharhörn, in 6 Kilometern Entfernung, liegt die Insel Neuwerk mit einer Landfläche von 3 Quadratkilometern. Auf ihr leben lediglich ein Dutzend Personen. Von dort aus können Ausflüge unternommen und der Nationalparks besucht werden, Vogelbeobachtungen durchgeführt und das sogenannte Gold des Nordens, Bernstein, gesucht werden.

Dragonera

Zusammen mit den Eilanden Es Pantaleu und La Mitjana bildet diese Insel den Naturpark von Sa Dragonera, der verschiedene endemische Arten beherbergt. Darunter befindet sich z.B. die Eidechsenart Podarcis lilfordi giglioli (Dragonera-Eidechse), die der Insel ihren Namen gegeben hat, da man die Eidechsen hierzulande Drachen (Dragones) nennt. Da um die Insel außerdem eine bedeutende Population verschiedener Meereslebewesen leben, wohnen auf ihr lediglich ein paar Wissenschaftler, Parkwächter und Freiwillige.

Dragonera

Dragonera kann besucht und frei erkundet werden. Dafür gibt es vier umfangreiche Routen. Die erste von ihnen ist 1,7 Kilometer lang und führt vom Bootssteg bis zum Leuchtturm von Tramontana. Die zweite Route von 3,8 Kilometern Länge verbindet den Bootssteg mit dem alten Leuchtturm. Die dritte Route mit 4,5 Kilometern Länge verbindet den Bootssteg mit dem Leuchtturm Llebeig und die vierte Route mit einer Länge von 1,2 Kilometern führt vom Bootssteg nach na Miranda.

Um zu dieser Insel zu gelangen, gibt es verschiedene Fährverbindungen von verschiedenen Orten Mallorcas aus. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten und kostet ungefähr 25 Euro.

Gotska Sandon

Mit einer beeindruckenden Dünenlandschaft, Stränden und mit Nadelwäldern bewachsen macht diese 36 Quadratkilometer große und hauptsächlich aus Sand bestehende Insel ihrem Namen, der übersetzt “Insel aus Gotländischem Sand” bedeutet, alle Ehre. Sie ist außer einer größeren Kolonie Kegelrobben und verschiedenen Orchideenarten komplett unbewohnt.

Gotska Sandon

Um sie im Sommer zu erreichen, werden Ausflüge von der 38 Kilometer nahegelegenen Insel Fårö organisiert, auf der der berühmte Cineast Ingmar Bergmann gelebt hat und gestorben ist und auf der er seine “Färöer Trilogie” (Die Stunde des Wolfs, Schande und Passion) gedreht hat.