Ein Spaziergang durch die schönsten Gärten und Parks in Paris
Obwohl die Stadt des Lichts im Allgemeinen keine ausgesprochen grüne Stadt ist, versprühen ihre Gärten und bewaldeten Flächen einen ganz besonderen Charme und bieten herrliche Oasen, in denen man sich vom Sightseeing erholen kann. Dies sind die schönsten Gärten und Parks in Paris für eine kleine Verschnaufpause
Paris ist bekannt für monumentale Bauten, geschichtsträchtige Orte und Museen von Weltrang. Nicht so sehr jedoch für Grünflächen, obwohl in den letzten Jahren stark auf städtebauliche Maßnahmen gesetzt wird, um die Stadt grüner zu machen. Man könnte aber sagen, dass die Stadt in Sachen Grün eher auf Klasse statt auf Masse setzt. Denn jeder der Gärten und Parks in Paris hat etwas Besonderes zu bieten, sei es aufgrund seiner Geschichte, seiner Architektur oder seines Reichtums an Pflanzen und Aktivitäten. Ob du also etwas länger in der Stadt bist oder sie nur auf einem Wochenendtrip besuchst, es lohnt sich immer, im Grünen zu verweilen und eine etwas frischere Pariser Luft einzuatmen. Dies sind hierfür die besten Optionen.
Jardin du Luxembourg: einer der beliebtesten Gärten in Paris
Der Jardin du Luxembourg ist ein besonders alter und berühmter Garten in Paris, der ein beliebtes Ausflugsziel für Familien darstellt. Er erstreckt sich vor dem Palais du Luxembourg, einem ehemaligen königlichen Palast aus dem 17. Jahrhundert, der heute als Sitz des Senats dient. Der 22,45 ha große Park bietet eine exquisite Mischung aus neoklassizistischer französischer Gartenkunst und pittoresker englischer Landschaftsarchitektur mit einer großen Vielfalt an Pflanzen, worunter wunderschöne Obstbäume und Palmen.
Besonders hervorzuheben ist jedoch das ausgesprochen vielfältige Freizeitangebot, das Teile des Jardin du Luxembourg fast zu einer Art Freizeitpark werden lässt – vom historischen Kinderkarussell und Marionettentheater, über ferngesteuerte Boote auf dem Teich des Gartens bis hin zu Schachbrettern, Tischtennisplätzen und einem Basketballplatz.
Jardin du Luxembourg
Parc des Buttes-Chaumont: ein besonders pittoresker Park
Der Parc des Buttes-Chaumont im Nordosten der Stadt ist einer der größten und schönsten Parks in Paris. Er wurde zur Weltausstellung von 1867 auf einem Gebiet angelegt, das zuvor als Steinbruch gedient hatte. Dies erklärt das besonders hügelige Terrain des Parks, der wunderschöne Aussichtspunkte zu bieten hat. Im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt, beherbergt er eine herrliche künstliche Grotte mit einem ebenfalls künstlichen Wasserfall und einem Bach, der in einen See mündet. Als wäre dies nicht pittoresk genug, führt eine Hängebrücke über den See auf die Île du Belvédère, eine Felsinsel mit einer kleinen, im antiken Stil erbauten Rotonde auf ihrem Gipfel. Alles in allem handelt es sich um einen der malerischsten Gärten in Paris, in dem dir spektakuläre Fotos gelingen werden.
Felsinsel im Parc des Buttes-Chaumont
Jardin des Tuileries: der Park der Impressionisten
Den Jardin des Tuileries besucht praktisch jeder, der in Paris Urlaub macht, denn er liegt mitten im Zentrum der Stadt zwischen dem Place de la Concorde und dem Louvre, so dass man hier unweigerlich dran vorbeikommt. Zudem beherbergt er das berühmte Musée de l’Orangerie, wo bedeutende Werke der französischen Impressionisten, worunter Monets Seerosenbilder ausgestellt sind. Dieser ehemalige Schlosspark wurde bereits im 16. Jahrhundert als Renaissance-Garten angelegt, erfuhr jedoch im Laufe der Zeit mehrere Umgestaltungen, und ist heute einer der Parks in Paris, in dem man sich am meisten in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt. Man kann sich bildlich vorstellen, wie Édouard Manet hier einst den Pinsel ansetzte, um seine berühmte Musik im Tuileriengarten zu malen.
Der Tuileriengarten
Jardin des Plantes: der Botanische Garten von Paris
Der Jardin des Plantes ist der Botanische Garten der Stadt. Ursprünglich als königlicher Heilkräutergarten angelegt, beherbergt er heute eine umfassende Sammlung an Pflanzen aus aller Welt, die sich auf 23,5 ha Fläche verteilen und in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt sind: einen typisch französischen geometrischen Garten im südlichen Teil und einen englischen, der Natur nachempfundenen Landschaftsgarten im nördlichen Teil. Aber nicht nur das: Als Teil des Naturkundemuseums bietet dieser Park ebenfalls Zugang zu den angrenzenden Galerien, die paläontologische und erdgeschichtliche Ausstellungen beherbergen. Das macht den Besuch ebenso lehrreich wie angenehm und den Garten zu einem der schönsten Parks in Paris.
Jardin des Plantes
Champ de Mars: der bekannteste der Parks in Paris
Das Champ de Mars ist ein weiterer der unumgänglichen Pariser Parks, da er sich zu Füßen des Eiffelturms erstreckt, so dass man zumindest daran vorbeikommen wird. Seine Lage mitten im Stadtzentrum macht dieses ursprünglich für militärische Zwecke genutzte Gebiet zu einer wichtigen grünen Lunge der Stadt. Es ist daher ein beliebter Picknick- und Erholungsplatz sowohl bei Parisern als auch bei Touristen. Historisch ist das „Marsfeld“ vor allem als Veranstaltungsort der verschiedenen Weltausstellungen von Paris von Bedeutung, wobei der Eiffelturm als Relikt der Weltausstellung von 1889 stehengeblieben ist. Dieser emblematische Park der Stadt lief mehrmals Gefahr, der Bebauung anheimzufallen, was durch heftige Bürgerproteste jedoch zum Glück verhindert werden konnte.
Champ de Mars
Jardin du Palais Royal: ein verstecktes Juwel
Der Garten, der sich hinter dem imposanten Palais Royal von Paris erstreck, ist so etwas wie ein offenes Geheimnis der Stadt. Er gilt als einer der schönsten Gärten in Paris, steht in seinem Bekanntheitsgrad jedoch weit hinter anderen Parkanlagen der Stadt zurück. 1633 von Kardinal Richelieu in Auftrag gegeben, handelt es sich um einen exquisiten Garten mit wunderschönen Alleen, der von arkadenartigen Galerien umgeben ist. Dank seiner Lage bietet sich ein gemütlicher Spaziergang durch die etwas über 2 ha große Anlage nach dem Besuch des Louvre an. Er bietet wunderschöne Fotomotive und diente bereits als Filmkulisse für berühmte Filme wie Charade oder Mission: Impossible – Fallout.
Jardin du Palais Royal
Parc Monceau: ein besonders verspielter Garten
Der Parc Monceau nimmt unter den schönsten Parks in Paris einen ganz besonderen Platz ein. Weniger bekannt als der Tuileriengarten oder der Jardin du Luxembourg, handelt es sich um eine ausgesprochen pittoreske Gartenanlage im englischen Stil, in der ihr Gründer Louis-Philippe-Josep im 18. Jahrhundert von verschiedenen Kulturen inspirierte Gebäude wie eine ägyptische Pyramide, eine römische Säulenhalle, eine holländische Windmühle oder eine chinesische Festung errichten ließ. Zudem befinden sich über den Park verteilt die Statuen verschiedener historischer Persönlichkeiten und Ehrenbürger der Stadt wie Frédéric Chopin, Guy de Maupassant oder Charles Gounod. Dieser Garten ist besonders beliebt bei den Pariser Familien und bietet eine Vielzahl an wunderschönen Fotomotiven.
Der pittoreske Parc Monceau
Bois de Boulogne: Ausflug ins Grüne
Wenn du so richtig ins Grüne möchtest, kannst du dich in einen der beiden Stadtwälder am Stadtrand von Paris begeben, wobei der Bois de Boulogne im Westen der Stadt der bekanntere ist, vielleicht weil sich an seinem unteren Rand die Tennisanlage von Roland Garros befindet. Auf 850 ha Fläche, die teilweise als Landschaftspark angelegt sind, finden wir hier künstliche Seen, Wasserfälle, Flüsse, Wander- und Reitwege sowie einen kleinen botanischen Garten mit Gewächshäusern. Dazu kommt ein breitgefächertes Angebot an Sportanlagen sowie Cafés und Restaurants. Ein Ausflug in diese Pariser Parkanlagen bietet sich an, wenn man ein bisschen länger in der Stadt ist, und fühlt sich an wie ein richtiger Ausflug in die Natur.
Ruderboote im Bois de Boulogne
Bois de Vincennes: der andere Stadtwald von Paris
Der andere Stadtwald von Paris ist der Bois de Vincennes im Osten der Stadt. Mit einer Fläche von 995 ha ist er nur geringfügig größer als der Bois de Boulogne und bietet ebenfalls wunderschöne Waldflächen sowie künstliche Seen, in diesem Fall sogar mit Inseln, zu denen man mit dem Ruderboot übersetzen kann. Das Angebot an Freizeitaktivitäten ist groß: Neben dem Bootsverleih gibt es unter anderem Fahrradverleihe, Reitclubs, einen Zoo, einen Modell-Bauernhof und den Botanischen Garten Parc floral de Paris. Auch der Bois de Vincennes fühlt sich trotz der Menschenhand an wie ein richtiger Wald und gehört zu den erfrischendsten und schönsten Parks in Paris.
See im Bois de Vincennes
Parc de Belleville: die schönste Aussicht auf Paris
Alleine der spektakulären Aussicht wegen ist der Parc de Belleville einen Besuch wert. Es handelt sich um den höchstgelegenen Park in Paris, von dessen Aussichtsplattform man einen Panoramablick über die Stadt erhält und alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einmal sehen kann. Aber der Park ist ebenfalls eine Oase der Ruhe, in dem wir neben einer Vielfalt an Pflanzen und wunderschönen hohen Bäumen auch viele Weinreben finden, die an die frühere Nutzung dieser Region als Weinberge erinnern. Das i-Tüpfelchen auf das Ensemble bildet der hundert Meter lange Kaskadenbrunnen, der entlang des Hangs des Hügels verläuft. Trotz seines vergleichsweise jungen Alters (der Garten wurde 1988 angelegt) handelt es sich damit um einen der malerischsten Parks in Paris.
Parc de Belleville