Costa Brava: Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen (Top 10)

Pittoreske Ortschaften, herrliche kleine Buchten und geschichtsträchtige Monumente - keine Frage, dass die Costa Brava Sehenswürdigkeiten im Überfluss zu bieten hat. Diese Highlights solltest du in deinem nächsten Urlaub nicht verpassen


Die Costa Brava hat eine der malerischsten Küstenlandschaften des gesamten Mittelmeers zu bieten. Nicht nur die herrlichen Strände und Calas mit ihrem glasklaren Wasser verzaubern Urlauber aus ganz Europa immer wieder aufs Neue. Auch die vielen kleinen Ortschaften – jede mit ihrem ganz eigenen Charakter und eine schöner als die nächste – sorgen dafür, dass Urlaub an der Costa Brava süchtig macht. Nie schafft man alles. Das ist der Grund, weshalb so viele Urlauber immer wieder an dieses herrliche Fleckchen Erde zurückkehren. Da die Costa Brava Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle zu bieten hat, findest du hier eine Übersicht über die unumgänglichen Highlights. Vor allem Einsteigern, die an der Costa Brava Ausflugsziele für ihren ersten Urlaub suchen, kann diese Top 10 sehr nützlich sein.

Wandern an der Costa Brava: Sehenswürdigkeiten entlang des Camí de Ronda

Der Camí de Ronda, der insgesamt fast 200 km lange Küstenwanderweg an der Costa Brava, ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Es handelt sich eigentlich um mehrere Wege, die früher von der Guardia Civil genutzt wurden, um Schmuggler aufzuspüren. Als er diese Funktion schon lange verloren hatte, wurde der Weg zur Touristenattraktion umfunktioniert. Es handelt sich um einen ausgesprochen malerischen Wanderweg mit seinen Steinpflastern, Mauern und Tunneln entlang der Steilküste, von dem immer wieder kleine Abzweigungen in herrliche, abgelegene Buchten führen, die zu einem erfrischenden Bad einladen. 

Der Camí de Ronda ist ein ausgesprochen malerischer Wanderweg, von dem immer wieder kleine Abzweigungen in herrliche, abgelegene Buchten führen

Das Gute: Man muss diesen Wanderweg nicht ganz machen, da er in viele kleine Abschnitte unterteilt ist, die die schönsten Orte an der Costa Brava miteinander verbinden. So kann man zum Beispiel von Cadaqués nach Cap de Creus laufen (10 km) oder von Roses zur Cala Monjoi  (9,5 km), zwei besonders schöne Abschnitte. Eins ist sicher: auf dem Camí de Ronda gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Cadaqués: Sehenswürdigkeiten im „schönsten Ort der Welt“

Cadaqués darf auf keiner Liste der schönsten Sehenswürdigkeiten an der Costa Brava fehlen. Dieses besonders malerische Dorf mit seinen weißen Häusern, die sich im ruhigen, glasklaren Wasser seiner Küste spiegeln, gilt als das schönste Dorf Kataloniens. Es hat in seinen alten Gassen den gesamten Charme eines traditionellen Fischerdorfes bewahrt und liegt abgeschirmt vom Rest der Welt durch die herrliche Landschaft des Naturparks Cap de Creus. Salvador Dalí war so sehr in dieses Dorf verliebt, dass er es sogar als „das schönste der Welt“ bezeichnete. Noch heute erinnert ein Denkmal und ein Museum im nahe gelegenen Portlligat an den Aufenthalt des Malers in diesem Dorf. Man erreicht es auf einem kurzen, etwa 20-minütigen Spaziergang von Cadaqués aus. Eine weitere, etwas längere, aber sehr beliebte Wanderung ist der oben erwähnte Abschnitt des Camí de Ronda von Cadaqués bis zum Cap de Creus, dem östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel. 

Cadaqués: Vielleicht der schönste Ort der Costa Brava

Parc Natural Cap de Creus

Dieses Naturschutzgebiet im äußersten Nordosten der Iberischen Halbinsel beherbergt eine ganz eigentümliche, faszinierende Landschaft. Jahrtausende der Erosion durch Wind und Wasser haben die bizarrsten Felsformationen hervorgebracht und kleine geschützte Buchten geschaffen, die perfekte Ziele zum Wandern an der Costa Brava darstellen. Ein weiteres beliebtes Ziel im Naturschutzgebiet ist der älteste Leuchtturm Kataloniens, der auch ein kleines Restaurant beherbergt. In den letzten Jahren ist der Zugang zum Naturpark Cap de Creus in den Sommermonaten wegen Waldbrandgefahr häufig beschränkt gewesen. Vor dem Besuch also unbedingt kurzfristig über die aktuelle Lage informieren!

Ruinen von Empúries

Die Ruinen von Empúries sind nicht nur eine der wichtigsten Costa Brava-Sehenswürdigkeiten, sondern auch eine der bemerkenswertesten Ausgrabungsstätten der gesamten Iberischen Halbinsel. Und zwar handelt es sich um den einzigen Ort, an dem wir sowohl Reste einer griechischen Siedlung (Emporion) als auch einer römischen Siedlung (Emporiae) antreffen. Im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet, war Empúries seinerzeit eine der wichtigsten Siedlungen am Mittelmeer, und gilt als das Tor, durch das die griechisch-römische Kultur in die Iberische Halbinsel gedrungen ist. Für Geschichtsinteressierte ist dies einer der unumgänglichen Costa Brava-Ausflüge.

Illes Medes (Medas-Inseln)

Für Taucher hat die Costa Brava Unternehmungen vor allem in der Umgebung von L’Estartit zu bieten. Das Naturschutzgebiet der Medas-Inseln (Illes Medes auf Katalanisch), die vor der Küste von L‘Estartit liegen, beherbergt eine einmalige Meeresfauna und gehört zu den wichtigsten Meeresschutzgebieten im Mittelmeer. 

Das Naturschutzgebiet der Medas-Inseln gehört zu den wichtigsten Meeresschutzgebieten im Mittelmeer

Es handelt sich darum um ein besonders beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Schnorchler, obwohl auch die Calas der Inseln traumhafte Orte zum Baden sind. Der Schutzgrad dieses Reservates ist sehr hoch, so dass die Aktivitäten stark reguliert werden. Man kann aber Bootstouren von der Küste aus buchen oder sich einer Tauchexkursion anschließen.

Jardí Botànic Marimurtra (Botanischer Garten in Blanes)

Dieser botanische Garten besticht vor allem durch seine ausgesprochene Schönheit, die er nicht zuletzt seiner einmaligen Lage an den Felsklippen mit Blick auf das Mittelmeer und die kleine Cala Sa Forcanera verdankt. Dazu kommen um die 4000 verschiedenen Pflanzenarten, worunter viele subtropische und exotische Arten. Der Garten wurde von einem deutschen Kaufmann und Wissenschaftsmäzen, Karl Faust, gegründet, den es Anfang des 19. Jahrhunderts nach Barcelona verschlug und der sich in die Landschaft der Costa Brava verliebte. Seine spektakuläre Lage zusammen mit seiner vielfältigen Pflanzenkollektion machen Marimurtra zu einer der unumgänglichen Costa Brava-Sehenswürdigkeiten.

Eine der schönsten Costa Brava-Sehenswürdigkeiten: der Botanische Garten Marimurtra

Cala S’Alguer

Bei so vielen herrlichen Buchten zum Baden und Schnorcheln fällt es schwer, die schönste auszuwählen. Aber bei Cala S’Alguer handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Bucht. Hierher kommt man nicht (nur) zum Baden, sondern um ein ganz besonders pittoreskes Panorama zu erleben. Kleine traditionelle Fischerhäuschen mit ihren typischen, in bunten Farben bemalten Fenstern und Türen zieren diese Bucht, die von dichtem Pinienwald umgeben ist. Dank des traditionellen Charakters dieser kleinen Siedlung handelt es sich um eine der Sehenswürdigkeiten der Costa Brava, die zum geschützten Kulturgut (Bien de Interés Cultural) erklärt wurden.

Tossa de Mar (Vila Vella)

Schöne Orte an der Costa Brava gibt es natürlich viele, und auch hier fällt die Auswahl schwer. Aber Tossa de Mar mit seiner Altstadt (Vila Vella) sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Es bietet mit seinen braunen, mittelalterlichen Steinmauern ein vollkommen anderes Bild als das oben erwähnte Cadaqués. Überhaupt ist es eine der Eigenheiten der Costa Brava, dass hier jeder Ort ganz anders aussieht.

Die Stadtmauer von Tossa de Mar bietet einem eine Vorstellung davon, wie die Costa Brava im Mittelalter ausgesehen haben muss

Die Stadtmauer von Tossa de Mar mit ihren sieben Wachtürmen ist praktisch vollständig erhalten geblieben und bietet einem eine Vorstellung davon, wie die Costa Brava im Mittelalter ausgesehen haben muss. In der Umgebung von Tossa de Mar befinden sich außerdem einige sehr schöne Calas, deren Besuch den Ausflug abrundet.

Tossa de Mar: ein unumgängliches Ausflugsziel an der Costa Brava

Kloster Sant Pere de Rodes (Port de la Selva)

Bei einem Ausflug in die Umgebung von Port de la Selva kann man gleich mehrere Costa Brava-Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Zunächst einmal den Ort selber, der zu den schönsten Orten der Costa Brava gehört. Von hier aus kann man einen Ausflug zum gut erhaltenen, mittelalterlichen Kloster Sant Pere de Rodes machen, das nicht nur selber sehr sehenswert ist, sondern ebenfalls einen herrlichen Ausblick über das Umland und das Mittelmeer bietet. Eingefleischte Wanderer machen den Weg zu Fuß, man kann aber auch mit dem Auto hochfahren. Wer noch ein bisschen weiter hinaus möchte, geht bis zum Castillo de Verdera. Von dieser Burg sind heutzutage zwar nur noch Ruinen erhalten, aber der Ausblick ist noch um einiges beeindruckender als vom Kloster aus (Zugang nur zu Fuß möglich).

Peratallada

Bei einem Ausflug in die Umgebung von Port de la Selva kann man gleich mehrere Costa Brava-Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Zunächst einmal den Ort selber, der zu den schönsten Orten der Costa Brava gehört. Von hier aus kann man einen Ausflug zum gut erhaltenen, mittelalterlichen Kloster Sant Pere de Rodes machen, das nicht nur selber sehr sehenswert ist, sondern ebenfalls einen herrlichen Ausblick über das Umland und das Mittelmeer bietet. Eingefleischte Wanderer machen den Weg zu Fuß, man kann aber auch mit dem Auto hochfahren. Wer noch ein bisschen weiter hinaus möchte, geht bis zum Castillo de Verdera. Von dieser Burg sind heutzutage zwar nur noch Ruinen erhalten, aber der Ausblick ist noch um einiges beeindruckender als vom Kloster aus (Zugang nur zu Fuß möglich).