Dominikanische Republik: Inseln wie aus Träumen geboren

In der Vorstellung vieler besteht die Karibik aus einsamen Inselchen mit schneeweißen Stränden. Und die gibt es tatsächlich! Auch die Dominikanische Republik hat solche Inseln aus dem Bilderbuch zu bieten


Die Dominikanische Republik liegt gemeinsam mit Haiti auf der Insel Hispaniola, die zu den Großen Antillen gehört und die zweitgrößte der karibischen Inseln ist. Eigentlich handelt es sich bei Hispaniola jedoch um ein Archipel, so dass die Hauptinsel von vielen kleinen Nebeninseln umgeben ist. Das ist der Grund, weshalb auch die Dominikanische Republik Inseln zu bieten hat, die haargenau unserer Vorstellung vom einsamen karibischen Paradies entsprechen, das von nichts weiter als von Sand und Palmen umgeben ist. Bei einem Urlaub in der Dominikanischen Republik solltest du unbedingt die Gelegenheit nutzen, diese kleinen Paradiese zu entdecken. Einige sind relativ leicht mit der Fähre zu erreichen, für andere lohnt sich eine Privattour. Aber eines ist sicher: Von keinem wirst du enttäuscht sein!

Dominikanische Republik: Inseln von Punta Cana aus entdecken

Punta Cana ist mit seinen paradiesischen Stränden und seiner ausgezeichneten touristischen Infrastruktur nicht nur der perfekte Urlaubsort schlechthin, sondern auch der ideale Ausgangspunkt, um einige der schönsten Nebeninseln der Dominikanischen Republik zu entdecken. Wenn du dich lange genug in deinem All-Inclusive-Resort am Paradiesstrand hast verwöhnen lassen und dir der Sinn nach Abenteuer steht, kannst du von hier aus herrliche Ausflüge zu sagenhaften Orten machen. Du wirst feststellen, dass die Dominikanische Republik Inseln zu bieten hat, die wahre Abenteuerromantik aufkommen lassen. Hier findest du die besten Inselausflüge von Punta Cana aus, aber auch zwei Geheimtipps, die etwas weiter entfernt liegen.

Isla Saona

Isla Saona – mit 110 Quadratkilometern die größte Insel der Dominikanischen Republik – liegt im Südosten des Landes mitten im Nationalpark Cotubanamá. Dort kannst du die atemberaubenden Strände genießen, aber auch vieles mehr. Im Inneren der Insel erwarten dich drei Lagunen, von denen eine weniger als einen Meter tief und voller Seesterne ist. Auf Isla Saona befinden sich ebenfalls zwei Siedlungen, Mano Juan und Catuano, typische kleine Fischerdörfer, die ganz aus Holzhäusern bestehen. 

Wenn du gerne wanderst, kannst du Isla Saona auf einem der beiden Pfade beschreiten, die die Insel durchqueren

Wenn du gerne wanderst, kannst du auch das Inland auf einem der beiden Pfade beschreiten, die die Insel durchqueren: einer von Catuano nach Mano Juan (13 Kilometer), der an der Laguna de los Flamencos, Punta Cacón und der geschichtsträchtigen Cotubanamá-Höhle vorbei führt, in der sich der berühmte Taíno-Krieger desselben Namens vergeblich vor den Spaniern versteckt hatte. Der andere Weg, um die Insel kennenzulernen, führt von Mano Juan nach Punta Cruz und ist 12 Kilometer lang. Wenn du das Land gesehen hast, kannst dich ins Meer stürzen. Dort erwartet dich das Riff Caballo Blanco mit einer Galeone aus dem 18. Jahrhundert. Setzt dir die Taucherbrille auf und mach dich auf die Suche nach Kanonen, Ankern und verschiedenen Gegenständen, die zum Schiff gehörten und noch heute auf dem Meeresgrund erhalten sind.

Isla Catalina

Die Isla Catalina im Südosten der Dominikanischen Republik ist von der Hauptinsel Hispaniola aus noch zugänglicher gelegen. Von La Romana aus kommt man von dort mit dem Boot in etwa einer halben Stunde an. Von Punta Cana aus dauert die Fahrt etwa eine Stunde. Mit knapp 10 Quadratkilometern ist Isla Catalina praktisch unbewohnt, aber trotzdem leicht zu besichtigen. 

Dank ihres beeindruckenden Korallenriffs ist Isla Catalina eines der bevorzugten Ziele für Taucher

Dank ihres beeindruckenden Korallenriffs ist diese dominikanische Insel eines der bevorzugten Ziele für Taucher oder die, die es werden wollen und sich in einem als El Muro bekannten Gebiet im Schnorcheln üben möchten. Hier geht es über Terrassen verschiedener Höhe, auf denen sich unzählige bunte Fische inmitten verschiedenartiger Korallen tummeln, mehr als 100 Meter in die Tiefe. Und wenn du die unbekanntere Seite von Isla Catalina entdecken willst, muss du nur mit einem der Fischer vor Ort verhandeln, damit er dich zu einem der beiden Strände am anderen Ende der Insel fährt, wo die Touristenausflüge nicht hinkommen. Dort befindet sich das echte Paradies!

Isla Catalinita

Als eine der kleinsten Inseln der Dominikanischen Republik misst Isla Catalinita knapp 22 Hektar (0,22 km2) und liegt wenig mehr als 3 Kilometer nördlich der Isla Saona. Mit dieser und einem Teil der Insel Hispaniola bildet sie den Cotubanamá-Nationalpark. Diese vollkommen unbewohnte Insel entspricht aufgrund ihrer Ruhe, ihrer Farbenpracht und ihrer Wildnis am ehesten unserer Vorstellung von der einsamen Schatzinsel in der Karibik. 

Die vollkommen unbewohnte Isla Catalinita entspricht aufgrund ihrer Ruhe, ihrer Farbenpracht und ihrer Wildnis am ehesten unserer Vorstellung von der einsamen Schatzinsel in der Karibik

Isla Catalinita erwartet uns mit Kokospalmen und großen Mangrovenwäldern, in deren Schatten man den Blick auf das türkisblaue Wasser genießen kann. Wie bei vielen anderen Inseln auch ist eine der Hauptattraktionen jedoch das Korallenriff, das vor dem Strand mit einer beeindruckenden Fauna und Flora auf Taucher und Schnorchler wartet. Das Meer ist hier zwar seicht, jedoch ist zu bedenken, dass die Strömungen etwas stärker sind. Wenn man richtig tauchen möchte, bucht man am besten einen geführten Tauchausflug.

Isla Beata

Isla Beata liegt etwas weiter von Punta Cana entfernt ganz im Süden des Landes und gehört zum Nationalpark Jaragua, dem größten Nationalpark der gesamten Karibik. Diese Dom Rep-Insel ist daher eine tolle Option, wenn du vorhast, auch andere Teile des Landes zu besuchen. 

Isla Beata ist eine tolle Option, wenn du auch unbekanntere Teile des Landes besuchen möchtest

Auf ihren 7 Quadratkilometern leben Meeresschildkröten, Krebse und die große Fechterschnecke, die hier Lambí genannt wird und in dieser Gegend sehr verbreitet ist. Zudem lebt hier eine endemische Reptilienart, die zu den kleinsten der Welt gehört. Knapp 16 Millimeter sind die überall auf der Insel zu findenden Echsen groß. Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage war die Isla Beata besonders bei den Kolonialtruppen und bei Piraten beliebt. Heute wird sie nur noch von verwilderten Ziegen bewohnt und stellt ein einmaliges Ziel für Urlauber dar, die die Natur lieben und auf der Suche nach Einsamkeit sind. Ein echter Geheimtipp!

Isla Alto Velo

Die Isla Alto Velo (span.: „Großer Schleier“) verdankt ihren Namen ihrer wunderschönen Silhouette, von der schon Christoph Kolumbus beeindruckt war und von der man sagt, dass sie in Vollmondnächten einem Gespenst ähnelt. Sie ist die südlichste Insel der Dominikanischen Republik. Die starken Passatwinde, denen sie ausgesetzt ist, haben die Vegetation der Insel sehr geprägt, die in Windrichtung niedergedrückt wächst. Alto Velo findet besonderes Interesse bei Vogelfreunden, da auf ihr wichtige Kolonien von Maskentölpeln und Möwen leben. Nicht umsonst befindet sich hier einer der größten Nistplätze der Dominikanischen Republik und somit auch die größte Kolonie dieser Vogelart. Nicht weit entfernt von Isla Alto Velo befinden sich noch weitere dominikanische Inseln der Südküste – Piedra Negra und Los Frailes –, die ebenfalls angesteuert werden können und – wenn möglich – ein noch größeres Gefühl der Abgeschiedenheit und Einsamkeit bieten.