Sehenswürdigkeiten in Agadir, einem Traumziel am Atlantik

Für einen Strandurlaub in Marokko ist die moderne Stadt im Südwesten des Landes mit Sicherheit erste Wahl. Aber außer herrlichem Wetter, leckerem Essen und einem großen Angebot an Wassersport gibt es auch viele schöne und interessante Sehenswürdigkeiten in Agadir und Umgebung zu entdecken. Hier erhältst du einen Überblick über den beliebten Urlaubsort

Töpferwaren an einem Baum aufgehängt in Agadir, Marokko
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Agadir ist keine typisch marokkanische Stadt, wie wir sie uns vorstellen. Wer die Städte des Nordens wie Fès oder Marrakesch besucht hat, wird erstaunt sein über den modernen und kosmopolitischen Charakter dieser Hafenstadt, die mit ihren herausgeputzten Gebäuden, ihrem eleganten Jachthafen und ihren unzähligen Restaurants und Hotels fast ein wenig europäischen Charakter besitzt. Obwohl die Kamele am Strand einen schnell wieder daran erinnern, wo man sich befindet.

Rund 1500 von den Portugiesen gegründet, wurde Agadir bei einem Erdbeben im Jahre 1960 fast vollständig zerstört, aber mit viel Geschmack wieder aufgebaut, und gehört heute zu den wohlhabendsten Städten Marokkos. Zudem gilt sie als die sicherste Stadt des Landes, weshalb es besonders angenehm und bequem ist, die Sehenswürdigkeiten in Agadir zu entdecken. Lust auf einen Strandurlaub mit ein bisschen Kultur und einem Hauch von Abenteuer? Dann entdecke diese kleine Perle am marokkanischen Atlantik.

Panoramablick über die Stadt Agadir in Marokko in der Dämmerung

Agadir

Strände und Strandpromenade von Agadir

Agadir liegt in der Region Marokkos, die mit den wohl schönsten und weitläufigsten Stränden des Landes gesegnet ist. Schon der Strand der Stadt selber ist ein Traum: 10 Kilometer goldgelber Sand entlang einer herrlichen langgezogenen Bucht mit einem vielfältigen Angebot an Wassersportarten auf der einen Seite; und eine einladende Strandpromenade mit unzähligen Bars und Restaurants auf der anderen.

Aber die Gegend lädt auch dazu ein, die Strände außerhalb der Stadt zu entdecken, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Agadir gehören. Entlang der schönen Küste finden wir sowohl große Sandstrände als auch kleine Buchten und felsige Abschnitte, die wie Filmkulissen anmuten, ideal für spektakuläre Fotoshootings. Insbesondere bei Surfern ist die Region beliebt, da sie einige berühmte Surfspots beherbergt wie den Strand von Taghazout oder den von Imsouane nördlich der Stadt, die beliebte Ausflugsziele ab Agadir darstellen.

Sehenswürdigkeiten in Agadir: die Strandpromenade in der Dämmerung

Strand von Agadir

Neue Medina von Agadir (Medina Polizzi)

Was wäre eine marokkanische Stadt ohne ihre Medina? Das dachte man sich auch in Agadir und beschloss, der 1960 durch das große Erdbeben zerstörten Medina ein Denkmal zu setzen. So wurde der italienisch-marokkanische Architekt Coco Polizzi damit beauftragt, eine neue Medina zu entwerfen, die architektonisch einer traditionellen marokkanischen Altstadt nahekommt. Das Resultat ist ein kleines Stadtviertel, dessen pittoreske Gebäude, Plätze und Gassen wortwörtlich zu schön erscheinen, um wahr zu sein.

Bei einem Besuch muss man sich also darüber im Klaren sein, dass es sich eher um ein Freiluftmuseum als um ein authentisches Stadtviertel handelt. Es wurde als Hommage an die traditionelle Berberarchitektur errichtet und stellt heute ein wichtiges Kulturzentrum der Stadt dar. Aufgrund ihrer ausgesprochenen Schönheit ist die Medina nicht nur eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Agadir, sondern auch ein hervorragender Ort, um exotische Urlaubsfotos zu machen.

  Sehenswürdigkeiten in Agadir: pittoresker Platz in der neuen Medina

Die neue Medina von Agadir

Museum der Amazigh-Kultur

Wenn du authentische Kunstwerke und Errungenschaften der Berber-Kultur sehen möchtest, musst du das Museum der Amazigh-Kultur aufsuchen, eine der kulturell interessantesten Sehenswürdigkeiten in Agadir. Amazigh (wörtlich etwa für „freie Menschen“) ist die Eigenbezeichnung der nordafrikanischen Volksgruppen, die traditionell als Berber bezeichnet wurden. Das Museum bietet einen einmaligen Einblick in die Traditionen, Bräuche und Lebensweise der Amazigh in der Region Souss-Massa und ihren Einfluss auf die marokkanische Kultur und Geschichte.

Das Museum bietet einen einmaligen Einblick in die Traditionen, Bräuche und Lebensweise der Amazigh in der Region Souss-Massa

Auf den drei Etagen des Museums sind über 900 Exponate zu sehen, die alle sorgfältig dokumentiert sind. So kannst du Keramiken, alte Manuskripte, Werkzeuge aus dem Holzhandwerk, Musikinstrumente, Möbel, Teppiche sowie beeindruckende Schmuckstücke bewundern, die im Schatzraum ausgestellt sind. Zudem gibt es Wechselausstellungen, Veranstaltungen und die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen.

Kasbah von Agadir (Agadir Oufella)

Auch die Kasbah von Agadir (Agadir Oufella genannt) fiel dem Erdbeben zum Opfer, so dass von ihr heute nur noch Ruinen erhalten sind, obwohl eine Restaurierung der alten Festungsanlage geplant ist. Trotz ihres nicht so guten Erhaltungszustands gehört sie aber zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Agadir, und zwar der spektakulären Aussicht wegen, die sie über die gesamte Stadt, den Strand und das Meer bietet.

Man kann sich mit dem Taxi hochfahren lassen oder den Bus nehmen, aber spektakulärer ist sicher die Fahrt mit der 2022 eingeweihten Seilbahn, die ihre Talstation an der Marina von Agadir hat und dank ihrer Glaskabinen während der Fahrt einen 360°-Panorama-Blick bietet. Der Zugang mit dem eigenen Auto ist seit einiger Zeit nicht mehr gestattet, aber wir glauben, dass die Seilbahn sowieso die beste Option ist.

Sehenswürdigkeiten in Agadir: die Mauern der Kasbah (Agadir Oufella) bei Sonnenuntergang

Ausblick von der Kasbah

Souk el Had: der Markt von Agadir

Kein Urlaub in Marokko ist komplett ohne den Besuch eines Souks. Die Farben, Düfte und Klänge der orientalischen Märkte sind ein Erlebnis für die Sinne, auch wenn man gar nicht die Absicht hat, etwas zu Kaufen. Und der Souk von Agadir ist vielleicht einer der angenehmsten des Landes. Er wird hauptsächlich von Einheimischen besucht, weshalb das Hauptgeschäft der Händler nicht auf die Touristen abzielt, so dass die Preise wieder überteuert noch die Händler zu aufdringlich sind. Zudem handelt es sich um einen besonders sauberen, übersichtlichen und gut organisierten Markt, ideal für alle, denen das hektische Treiben auf den gewaltigen Souks von Marrakesch oder Fès ein bisschen zu viel war.

Das Beste ist jedoch die ausgesprochene Vielfalt an Ständen mit hochwertigen Produkten. Von Keramik über Textilien, Teppiche, Schuhe, Werkzeuge bis hin zu frischem Gemüse und Gewürzen gibt es so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Und wenn du beim Bummeln durch die Gassen Appetit bekommen solltest, werden vielerorts Snacks und frisch gepresste Säfte angeboten. Der Souk ist mit Sicherheit eine der kurzweiligsten Attraktionen in Agadir.

ehenswürdigkeiten in Agadir: Markttreiben auf dem Souk El Had

Souk El Had

Gärten und Parks: grüne Sehenswürdigkeiten in Agadir

Wie es sich für eine Stadt mit einem heißen Klima gehört, gibt es in Agadir natürlich auch ausreichend Grünflächen, die man für einen angenehmen Spaziergang am Nachmittag nutzen kann. Ganz in der Nähe des Museums der Amazigh-Kultur sowie der Synagoge und der Mohammed-V-Moschee (einer weiteren der Sehenswürdigkeiten in Agadir, die man als Nicht-Moslem aber leider nur von außen besichtigen kann) finden wir den Ibn Zaidoun-Garten, sehr beliebt bei den Einheimischen mit vielgenutzten Spiel- und Sportplätzen.

Der Jardin de Olhão erinnert an die jahrhundertelangen Handelsbeziehungen zwischen Marokko und Portugal, und seine Gebäude sind dem Baustil der ersten portugiesischen Siedler aus dem 16. Jahrhundert nachempfunden

Interessanter ist aber wohl der Jardin de Olhão, benannt nach der portugiesischen Hafenstadt Olhão, mit der Agadir eine Städtepartnerschaft unterhält. Er erinnert an die jahrhundertelangen Handelsbeziehungen zwischen Marokko und Portugal, und seine Gebäude sind dem Baustil der ersten portugiesischen Siedler aus dem 16. Jahrhundert nachempfunden. Er wird deshalb auch „portugiesischer Garten“ genannt. Seine reizvollen grünen Gassen mit zahlreichen Brunnen und Wasserstellen machen den Besuch besonders angenehm, während ein im Garten untergebrachtes Museum Bilder aus der Zeit von vor dem großen Erdbeben zeigt.

Paradise Valley: das “Paradiestal”

Nur 35 km von Agadir entfernt eröffnen sich einem die Tore zum Paradies. Der Name, den man diesem herrlichen Park mit seinen von natürlichen Flussläufen gespeisten Wasserfällen und von kühlen Palmenhainen umgebenen Wasserbecken gegeben hat, mag übertrieben erscheinen. Aber Paradise Valley ist tatsächlich mehr als eine Oase und nicht umsonst eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Agadir. Versteckt in den Ausläufern des Anti-Atlas-Gebirges bietet es mit seinen imposanten Felsformationen wunderschöne Wanderrouten, vor allem aber die Möglichkeit, ein Bad in glasklarem Wasser inmitten einer unwirklich schönen Umgebung zu nehmen.

Um den gesamten Naturpark zu erkunden benötigt man mindestens einen halben Tag, am besten plant man das Ganze jedoch als Tagesausflug ab Agadir, um die Landschaft in vollen Zügen zu genießen und richtig zu entspannen. Verpflegung brauchst du nicht unbedingt mitzunehmen, denn an einigen der Wasserbecken haben sich kleine Restaurants und Verkaufsstände angesiedelt, wo man mit den Füßen im Wasser leckeres marokkanisches Essen oder frisch gepresste Säfte genießen kann.

Natürliches Wasserbecken zwischen Felsen im Paradise Valley, dem Paradiestal, bei Agadir, Marokko

Wasserbecken im Paradise Valley

Nationalpark Souss Massa

Ein weiteres Highlight für Naturliebhaber, die Ausflugsziele ab Agadir suchen, ist der Nationalpark Souss Massa unmittelbar südlich der Stadt. Er liegt zwischen den Mündungen der Flüsse Oued Souss und Oued Massa an einem 33.800 Hektar großen Küstenstreifen und beherbergt auf relativ kleinem Raum eine unglaubliche Fülle an Landschaftstypen und eine saganhafte Artenvielfalt mit vielen bedrohten Tierarten. Er ist vor allem ein Paradies für Vogelbeobachter, in dem man den seltenen Kahlkopfibis und unzählige andere Zugvogelarten zu sehen bekommt.

Aber auch die dramatische Landschaft, die von steilen Klippen und wilden Stränden über Savannen und Feuchtgebiete bis hin zu Sanddünen und ersten Ausläufern der Wüste reicht, macht den Besuch zu einem aufregenden Erlebnis. Es führen mehrere Wanderwege durch diesen einmaligen Nationalpark, so dass man ihn auf eigene Faust erkunden kann. Es werden aber auch viele Touren angeboten, auf den man nicht nur sicherer unterwegs ist, sondern auch viel über das Naturerbe dieser Region erfährt.

Naturbelassener Strand mit Dünen im Nationalpark Souss-Massa bei Agadir, Marokko.

Ein Strand im Nationalpark

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