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Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Norden Teneriffas: Eine nachhaltige Tour durch das Paradies
Der Norden Teneriffas lädt zum entspannten Fahren ein, zum Anhalten, wo immer man möchte, und zum einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Denn in diesem Teil der Insel werden Orte nicht nur besucht, sondern mit allen fünf Sinnen erlebt.
Der Norden Teneriffas übt eine ganz besondere Faszination aus. Es ist nicht nur die Landschaft – die an sich schon beeindruckend ist –, sondern das Gefühl, sich auf einer anderen Insel innerhalb derselben Insel zu befinden. Hier dominiert Grün, die Straßen schlängeln sich zwischen den Bergen hindurch, und der Atlantik ist hier umso stärker spürbar. Alles wirkt authentischer, weniger gestellt, realer.
Wenn Sie sich fragen , was es im Norden Teneriffas zu sehen gibt, ist die Antwort nicht eine kurze Liste von Orten, sondern eine Art zu reisen: ohne Eile, mit spontanen Zwischenstopps und dem Wunsch, versteckte Ecken und authentische Erlebnisse zu entdecken, die nicht immer in Reiseführern zu finden sind. Von historischen Dörfern über unberührte Strände bis hin zu versteckten Restaurants, in denen Sie wie ein Einheimischer essen können – diese Tour führt Sie ungefiltert durch das Beste des nördlichen Teneriffas.
Anaga Naturpark: die wildeste Seite der Insel
Anaga ist wohl der beeindruckendste Ort im Norden Teneriffas und eine der ältesten Landschaften der Kanarischen Inseln. Schon die Anreise ist ein Erlebnis für sich: enge, kurvenreiche Straßen, plötzliche Wetterumschwünge und Aussichtspunkte , die einen zum ständigen Anhalten zwingen, wie etwa Jardina oder Bailadero, von denen aus man die abrupte Orographie des Massivs bewundern kann.
Im Inneren des Waldes der Rätsel oder auf den Wanderwegen, die von Cruz del Carmen aus starten, kann man durch Lorbeerwälder wandern, eine Art prähistorischen Feuchtwaldes, der heutzutage kaum noch existiert. Moosbedeckte Bäume, tiefer Nebel und eine ganz besondere Stille lassen die Umgebung beinahe unwirklich erscheinen. Wenn Sie Zeit haben, ist eine der besten Kombinationen eine Wanderung mit anschließendem Essen in einem der nahegelegenen Weiler, wo traditionelle Gerichte ohne Schnickschnack serviert werden. Es ist zweifellos eines der absoluten Highlights, wenn Sie auf der Suche nach einem wirklich einzigartigen Erlebnis im Norden Teneriffas sind.
Baumtunnel im Anaga Naturpark
San Cristóbal de La Laguna: die typische Stadt im Norden Teneriffas
La Laguna ist nicht nur wunderschön, sondern auch eine pulsierende Stadt, die man wunderbar zu Fuß erkunden kann. Der Stadtplan, der als Vorbild für Kolonialstädte in Amerika diente, lässt sich bequem zu Fuß erkunden, indem man durch Straßen wie Herradores oder San Agustín schlendert, wo sich stattliche Häuser mit Holzbalkonen und Fassaden in sanften Farben konzentrieren.
Abgesehen von der Architektur ist es vor allem die studentische Atmosphäre und die Cafés mit ihrem individuellen Charakter, die unabhängigen Buchhandlungen und kleinen Läden, die La Laguna so besonders machen und ihm ein sehr authentisches Flair verleihen. Sie können die Kathedrale besichtigen, einen Innenhof betreten oder einfach auf einer Terrasse sitzen und den Rhythmus der Stadt beobachten. Ein unverzichtbarer Zwischenstopp auf jeder Route durch den Norden Teneriffas, insbesondere wenn man mehr als nur Landschaft sucht.
Eine Straße in San Cristóbal de La Laguna
Garachico: Natürliche Pools und vulkanische Geschichte
Garachico ist einer jener Orte, wo die Landschaft eine Geschichte erzählt. Der Vulkanausbruch von 1706 veränderte sein Schicksal völlig, und heute haben die Lavaströme einzigartige Orte hervorgebracht, wie zum Beispiel die natürlichen Becken von El Caletón, eine Reihe vulkanischer Formationen, die Becken bilden, in denen das Meerwasser ständig erneuert wird.
Die Stadt lädt auch zum ziellosenWandern ein. Von der Plaza de la Libertad bis zum Castillo de San Miguel, vorbei am alten Pier, sind dies nur einige der Orte, die seine Vergangenheit widerspiegeln. Man kann dort leicht mehrere Stunden verbringen, mit Schwimmen, Spazierengehen und einer Mittagspause. Dank der gelungenen Kombination aus Geschichte, Landschaft und ruhiger Atmosphäre zählt sie zu den schönsten Städten im Norden Teneriffas und ist für Reisende eine der faszinierendsten.
Blick auf Garachico
Puerto de la Cruz: ein praktischer Stützpunkt mit viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht
Puerto de la Cruz ist üblicherweise ein Ausgangspunkt für die Erkundung der Gegend, aber es lohnt sich, sich Zeit für einen Besuch zu nehmen. Der von César Manrique entworfene Lago Martiánez kombiniert Salzwasserpools mit Meerblick in einer wunderschön gepflegten Anlage und ist ideal, um einen entspannten Morgen zu verbringen.
Die Altstadt rund um die Plaza del Charco beherbergt traditionelle Bars, kleine Restaurants und bietet zu jeder Tageszeit eine lebhafte Atmosphäre. Darüber hinaus ist Playa Jardín mit seinem vulkanischen Sand und der tropischen Vegetation einer der schönsten Stadtstrände im Norden. Von hier aus lassen sich auch andere Gebiete leicht erreichen, was es zu einem sehr praktischen Ausgangspunkt im Norden Teneriffas macht.
Martiánez-See
Guachinches: das authentischste gastronomische Erlebnis
Wer über den Norden Teneriffas spricht, darf die Guachinches nicht auslassen. Diese Lokale, die oft an Privathäuser angebaut sind, entstanden ursprünglich, um den eigenen Wein zusammen mit hausgemachten Speisen zum Verkauf anzubieten, und haben sich im Laufe der Zeit zu einem Markenzeichen der Region entwickelt.
Wichtig ist hier nicht die Ästhetik, sondern der Geschmack. Mariniertes Fleisch, Rippchen mit Kartoffeln und Ananas, Kichererbsen, gegrillter Käse mit Mojo-Sauce… Alles wird in großzügigen Portionen und zu sehr günstigen Preisen serviert. Die Atmosphäre ist in der Regel freundlich, auch wenn man sich einen Tisch teilt, und der Umgang miteinander ist direkt. Das Aufsuchen eines guten Guachinche – insbesondere in Gegenden wie La Orotava oder Santa Úrsula– ist eine der empfehlenswertesten Möglichkeiten, die lokale Kultur kennenzulernen.
Typische kanarische Vorspeise in einer Guachinche
Icod de los Vinos und die Cueva del Viento: vulkanische Natur in ihrer reinsten Form
Der tausendjährige Drachenbaum ist das große Symbol von Icod de los Vinos, ein beeindruckender Baum, sowohl wegen seiner Größe als auch wegen seines historischen Wertes. Der Besuch sollte damit jedoch nicht enden. Das Stadtzentrum ist ruhig, mit Weingütern, in denen man lokale Weine probieren kann, und Straßen, die das Alltagsleben des Nordens widerspiegeln.
Ganz in der Nähe befindet sich die Höhle des Windes, eine der längsten vulkanischen Höhlen der Welt. Die geführte Tour ermöglicht es Ihnen, einen Teil dieses unterirdischen Netzwerks zu erkunden und dabei zu erfahren, wie es nach Vulkanausbrüchen entstanden ist. Es ist ein ganz anderes Erlebnis, besonders interessant, wenn man den geologischen Ursprung der Insel besser verstehen möchte.
Der berühmte tausendjährige Drachenbaum
Playa de Benijo: eine der atemberaubendsten Landschaften der Kanarischen Inseln
Benijo ist kein komfortabler Strand, aber einer der spektakulärsten. Das in Anaga gelegene Anwesen ist nur über einen Pfad erreichbar, was die Besucherzahl bereits begrenzt. Unten angekommen, bietet sich ein Landschaftsbild purer Kontrast: schwarzer Sand, aus dem Meer ragende Felsformationen und Wellen, die die Szenerie ständig verändern.
Besonders empfehlenswert ist es bei Sonnenuntergang, wenn das Licht auf die Felsen fällt und ein unvergessliches Bild erzeugt. Entlang der oberen Straße befinden sich mehrere Restaurants, in denen man frischen Fisch mit Aussicht genießen kann, was den Besuch zu einem rundum gelungenen Erlebnis macht.
Der spektakuläre Strand von Benijo bei Sonnenuntergang
Taganana: Ländliche Idylle zwischen Bergen und einem Hauch von Meer
Taganana ist nicht nur ein hübsches Dorf, sondern auch einer der Orte, an denen man am besten verstehen kann, wie Teneriffa vor dem Tourismus aussah. Es liegt eingebettet zwischen den Bergen im Anaga-Gebirge, mit weißen Häusern, die über den Hang verstreut sind, und schmalen Straßen, die zu langsamer Fahrt zwingen. Schon die Ankunft ist Teil des Erlebnisses.
Dies ist ein Ort, an dem es sich lohnt, einen Moment innezuhalten und zu entspannen. Die Kirche Nuestra Señora de las Nieves aus dem 16. Jahrhundert beherbergt Stücke von großem historischem Wert, die aus Amerika stammen, aber darüber hinaus ist die Atmosphäre interessant: friedlich, authentisch und unprätentiös. Es ist einer der besten Orte im Norden Teneriffas, um frischen Fisch zu verkosten. Restaurants wie jene, die Sie auf dem Weg zum Strand von Almáciga oder Benijo finden, servieren Vieja, Cherne oder Oktopus mit Meerblick. Die Kombination aus Landschaft, Gastronomie und entspannter Atmosphäre macht es zu einem Ort, an dem man gerne länger verweilt als geplant.
Taganana aus der Luft
Natürliche Pools von Bajamar und Punta del Hidalgo: Der Atlantik für alle zugänglich
Im Norden Teneriffas ist das Schwimmen im Meer nicht immer einfach, aber Orte wie Bajamar und Punta del Hidalgo lösen dieses Problem auf brillante Weise. Die natürlichen Becken fügen sich perfekt in die Küste ein und ermöglichen es, das Meer auch bei starkem Wellengang zu genießen.
Natürliche Becken von Bajamar
In Bajamar sind die Becken geräumig, mit Bereichen zum ruhigen Schwimmen und anderen, in denen das Wasser mit mehr Kraft hereinströmt, was für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt. Punta del Hidalgo hingegen bietet eine etwas ruhigere Atmosphäre und einen weiten Blick auf den Atlantik, der es einem an klaren Tagen sogar ermöglicht, andere Inseln zu erblicken. Darüber hinaus verfügt die gesamte Gegend über sehr angenehme Strandpromenaden, die sich ideal für Spaziergänge bei Sonnenuntergang oder zum Verweilen und Beobachten der Wellen eignen. Es ist kein spektakulärer Plan im klassischen Sinne, aber er ist sehr authentisch und alltagstauglich.
Weg nach Punta de Hidalgo
La Orotava: lebendige Geschichte zwischen Balkonen und Kopfsteinpflasterstraßen
La Orotava ist eines der wichtigsten historischen Zentren im Norden Teneriffas, und das zeigt sich an jeder Ecke. Es ist nicht nur eine hübsche Ortschaft, sondern ein Ort von historischer Bedeutung, dessen Architektur jahrhundertealte Tradition und Reichtum widerspiegelt.
Die Altstadt ist voller herrschaftlicher Häuser mit geschnitzten Holzbalkonen, wobei das „Haus der Balkone“ das bekannteste Beispiel ist. Abgesehen davon lohnt es sich jedoch, Straßen wie die Calle de San Francisco oder die Carrera del Escultor Estévez zu erkunden, in denen sich historische Gebäude und kleine Geschäfte drängen. Besonders hervorzuheben sind auch die Victoria-Gärten, die als Terrassengärten angelegt sind und einen Blick auf das Tal bieten. Ein Ort, an dem man gemächlich spazieren gehen, die kleinen Details entdecken und nachempfinden kann, wie das Leben auf der Insel früher einmal war.
Das Haus der Balkone von La Orotava
Miradores del Norte: Landschaften, die Teneriffa ohne Worte beschreiben.
Einer der Höhepunkte einer Reise durch den Norden Teneriffas liegt in den Zwischenstopps an den Aussichtspunkten. Es handelt sich nicht einfach um Aussichtspunkte mit Panoramablick, sondern um Orte, von denen aus man die Insel verstehen kann. Der Mirador de Humboldt bietet beispielsweise einen der besten Ausblicke auf das Orotava-Tal, mit dem Teide im Hintergrund, wenn der Himmel klar ist.
Der Mirador de La Garañona ist etwas weniger bekannt, hat aber ein wilderes Flair mit Steilküsten, die direkt ins Meer abfallen, und einem ziemlich beeindruckenden Gefühl der Unermesslichkeit. Darüber hinaus gibt es viele weitere spontane Aussichtspunkte am Straßenrand, insbesondere in Anaga, auch wenn sie nicht ausgeschildert sind, und jene kleinen Momente der Besinnung zu erleben, die die Reise bereichern, ohne dass größere Umwege nötig sind.
Ein Mädchen genießt die Aussicht auf den Teide vom Mirador de Humboldt aus.