Surfen in der Karibik und Mittelamerika: 8 traumhafte Reiseziele

Surfen in der Karibik ist erst spät, nämlich im 21. Jahrhundert so richtig in Mode gekommen. Dafür dann aber umso mehr! Heute befinden sich in der Region einige der größten Surf-Mekkas der Welt


Die Karibik ist eine der schönsten Regionen der Welt und vor allem für ihre paradiesischen Strände bekannt. Viele davon werden von gewaltigen Korallenriffen geschützt und bieten ein ruhiges, kristallklares Wasser, in dem man sich wie in einem gigantischen Swimmingpool vorkommt. Das ist aber längst nicht überall so! Die Passatwinde sorgen vielerorts für eine konstante Wellenbildung und schaffen herrliche Surfspots. Oft liegen Strände mit ruhigem und bewegtem Wasser auch dicht beieinander, so dass man einen Surfurlaub in der Karibik gut mit klassischem Relax am Tropenstrand verbinden kann. Dazu kommt ein ausgesprochen entspanntes Ambiente mit vielen kleinen Surf-Hotspots und unzähligen Aktivitäten auch außerhalb des Wassers. Einige Länder wie Costa Rica oder Panama bieten zudem den Vorteil, dass man hier zwischen den Stränden der Karibik- und der Pazifikküste wählen kann. Wenn du also auf der Suche nach der perfekten Welle bist, findest du hier einige der besten Ziele zum Surfen in der Karibik und Mittelamerika.

Die beste Reisezeit zum Surfen in der Karibik und am Pazifik

Vergiss den Neoprenanzug, denn sowohl die Wasser- als auch die Lufttemperatur sind so angenehm, dass man zum Surfen in der Karibik nicht mehr als eine Badehose oder Bikini benötigt. Die beste Reisezeit zum Surfen ist nicht an jedem Ort gleich und hängt auch davon ab, ob man etwas für Anfänger oder für Fortgeschrittene sucht. Generell findet man stärkere Wellen von April bis November, einer Zeit, in der auch mehr Regen fällt und Tropenstürme sowie gelegentlich Hurrikane entstehen können. Die Wintermonate eignen sich dagegen eher für Anfänger, da das Wasser dann generell ruhiger ist. Dasselbe gilt im Allgemeinen auch für die Pazifikküste der mittelamerikanischen Länder. Es gibt allerdings auch Orte wie Puerto Rico, wo es umgekehrt sein kann, oder wie Costa Rica, wo praktisch das ganze Jahr über exzellente Bedingungen herrschen. Darum informiert man sich am besten vor der Reise über die spezifische Surfsaison für den gewählten Urlaubsort. 

Surfen in Costa Rica

Ohne Zweifel ist Costa Rica eines der beliebtesten Reiseziele für Surfer aus aller Welt, vergleichbar mit legendären Orten wie Australien oder Kalifornien. In Puerto Viejo, Limón, zum Beispiel bildet sich eine der stärksten Wellen Costa Ricas, auf der jeder Surfer einmal im Leben reiten möchte: die berühmte und beeindruckende Salsa Brava, eine der hawaiianischen ähnliche, röhrenförmige Welle mit starker Strömung, die über einem Korallenriff verläuft und von Kennern als einzigartig angesehen wird. Aber entlang der gesamten Karibikküste, insbesondere von Cahuita bis Manzanillo, trifft man auf tolle Strände, an denen man neben Surfen Karibik-Flair und gute Vibes genießen kann. 

In Puerto Viejo, Limón, bildet sich eine der stärksten Wellen Costa Ricas, auf der jeder Surfer einmal im Leben reiten möchte: die berühmte und beeindruckende Salsa Brava

Was die Pazifikküste von Costa Rica betrifft, so befindet sich hier das legendäre Surferparadies Santa Teresa mit einem magischen Ambiente und unwirklich schönen Stränden, die nicht nur Surferherzen höherschlagen lassen. Das Besondere an diesem Ort ist, dass man hier dank der sehr abwechslungsreich geformten Küste auf engstem Raum Surfsports für jedes Niveau findet, vom blutigen Anfänger bis zum Profi-Surfer. 

Traumstrände und perfekte Wellen erwarten dich in Costa Rica

Surfen in Barbados

Die Kleinen Antillen sind eher für ihr ruhiges, kristallklares Wasser bekannt, und nicht so sehr für hohe Wellen. Es gibt jedoch bedeutende Ausnahmen! Barbados ist eines der beliebtesten Reiseziele für alle, die in der Karibik surfen wollen, da sich hier durch die speziellen klimatischen und geographischen Bedingungen einige der besten Wellen der Region formen. Für nicht wenige Surfer gehören Wellen wie Soup Bowls dank ihrer perfekten Kurven sogar zu den besten der Welt. Der Vorteil an Barbados ist, dass man hier praktisch das ganze Jahr über Surfen kann und nicht so sehr von der Saison abhängig ist. Dies gilt insbesondere für die Ostküste der Insel.

Surfen in Aruba

Direkt vor der Küste von Venezuela befindet sich eine andere kleine Antilleninsel, die gerne zum Surfen in der Karibik angesteuert wird: Aruba. Die winzige Insel, die auch als „One Happy Island“ bezeichnet wird, ist für ihr relaxtes Ambiente und für ihr ausgezeichnetes Klima bekannt. Wariruri und Dos Playas, an der Nordküste der Insel gelegen, sind dank ihrer starken Wellen die besten Strände zum Surfen und auch ideal für diejenigen geeignet, die das Bodyboard bevorzugen. Das andere Extrem, ein ruhiges Meer, das zum Baden, Schnorcheln und Tauchen einlädt, befindet sich nur eine 25-minütige Autofahrt von Wariruri entfernt: Palm Beach, ein kilometerlanger Strand mit touristischen Einrichtungen und allen erdenklichen Freizeitmöglichkeiten. Hier befindet sich auch das Hotel Barceló Aruba.

Surfen in der Dominikanischen Republik

Lässig und entspannt empfängt einen Cabarete, ein altes Fischerdorf, das eine halbe Stunde von Puerto Plata entfernt liegt und sich zu einem perfekten Reiseziel für Wassersportfans entwickelt hat. Denn hier kann man einfach alles: von Kitesurfen über Tauchen bis hin zum Wellenreiten natürlich. „Der“ Ort dafür ist Playa Encuentro, östlich von Cabarete, eine fünfminütige Autofahrt davon entfernt und mit Surfspots für verschiedene Niveaus: von Anfängern (wie Bobo‘s Point) bis zu Profis, die in Destroyers und Coco Pie ihre größte Herausforderung finden werden. 

Cabarete, ein altes Fischerdorf, das eine halbe Stunde von Puerto Plata entfernt liegt, hat sich zu einem perfekten Reiseziel für Wassersportfans entwickelt

Wenn du einen Urlaub in Punta Cana geplant hast und dir Cabarete zu weit entfernt liegt, gibt es ebenfalls viele tolle Spots in der unmittelbaren Umgebung, angefangen beim spektakulären Playa Bávaro selber, der ideal für Anfänger geeignet ist. Die beliebteste Option zum Surfen in Punta Cana ist jedoch der ruhigere und etwas weniger touristische Playa Macao, der etwa eine halbe Stunde von Punta Cana entfernt liegt und mit seinem relaxtem Ambiente und kleinen Surfschulen ein Paradies für entspanntes Wellenreiten in der Karibik ist.

In der Karibik braucht man kein Neopren

Surfen in Puerto Rico

Die kleinste Insel der Großen Antillen ist dafür bekannt, dass sie die unterschiedlichsten Wellen für jedes Niveau zu bieten hat. Sowohl Anfänger als auch Profis steuern die Insel daher gerne zum Surfen in der Karibik an. Die größten Surf-Zentren liegen an der Westküste, allen voran das legendäre Rincón, in dessen Ortskern sogar ein Surfer-Denkmal aufgestellt wurde und wo internationale Wettkämpfe ausgetragen werden. Im Gegensatz zu anderen Orten der Karibik findet man hier die größten Wellen in der Trockenzeit. Man hat hier bei seinem Surfurlaub in der Karibik also gleichzeitig ein hervorragendes Wetter für andere Aktivitäten.

Surfen in Panama

Südlich des bereits erwähnten Surfer-Paradieses Costa Rica befindet sich Panama, ein Land, das ähnlich gute Bedingungen zum Surfen in der Karibik bietet. Die beeindruckenden Inseln von Bocas del Toro, einem Archipel von außergewöhnlicher Naturschönheit und pittoresken bunten Häuschen, die Anfang des 20. Jahrhunderts von der United Fruit Company erbaut wurden, ist auch ein Ort, an dem sich einige der besten Surfspots der gesamten Karibik befinden. Hier kann man das ganze Jahr über surfen, aber vor allem in der Trockenzeit, das heißt, von Dezember bis März. Die allerbesten Spots befinden sich auf den Inseln Carenero und Isla Colón, allen voran die Strände Dumpers und Punch. Falls das nicht genug sein sollte, kann man für ein paar Dollar ein Wassertaxi mieten und alle Strände und Inseln der Umgebung erkunden. So surft man oft praktisch ganz alleine.

Surfen in Mexiko

Bei einer über 11.000 km langen Küste ist es kein Wunder, dass unter den vielen Stränden Mexikos auch einige atemberaubende Spots zum Surfen dabei sind. Der bekannteste Ort an der Pazifikküste ist wohl Puerto Escondido im Bundesstaat Oaxaca, das Surf-Mekka Mexikos schlechthin, das vor allem in den Sommermonaten von Profis aus aller Welt besucht wird, die zum Surfen Mittelamerika ansteuern. Anfänger hingegen kommen in den Wintermonaten auf ihre Kosten, wenn die Wellen um einiges kleiner sind und die vielen Surfschulen in der Gegend Kurse für jedes Niveau anbieten. Puerto Escondido ist ein sehr entspannter Ort, und entlang der umliegenden Küste findet man verschiedene Spots zum Surfen. 

Der bekannteste Ort an der Pazifikküste ist wohl Puerto Escondido im Bundesstaat Oaxaca, das Surf-Mekka Mexikos schlechthin

Wenn man hingegen einen klassischen Karibikurlaub an der Riviera Maya machen möchte, findet man auch hier überraschend tolle Surfspots, allerdings vor allem für Anfänger und Mittelstufe. Deshalb gilt die Region als ideal, wenn man einen Surfurlaub für Anfänger machen oder einfach mal ganz entspannt in der Karibik Wellenreiten möchte. Insbesondere die Strände um Playa del Carmen wie Puerto Aventuras sind bekannt für ihre leicht zu bezwingenden Wellen.

Surfen in Nicaragua

Zum Abschluss noch ein Land, das man hierzulande wohl nicht so sehr als Surferparadies auf dem Schirm hat, das jedoch ein echter Geheimtipp ist, wenn man in Mittelamerika surfen möchte, vor allem für erfahrene und Profi-Surfer: Nicaragua! Im Gegensatz zum benachbarten Costa Rica, das gleich hochwertige Surfspots sowohl an der Karibik- als auch an der Pazifikküste zu bieten hat, finden wir die besten Wellen in Nicaragua vor allem am Pazifik. Spots wie Popoyo oder Playa Maderas im Südwesten des Landes lassen jedes Surfer-Herz höherschlagen. Auch hier kommen Profis vor allem in den Sommermonaten auf ihre Kosten. Es gibt jedoch zu jeder Jahreszeit Optionen für verschiedene Levels. Da brauchst du nur noch ein Hotel an der Pazifikküste von Nicaragua als perfekten Ausgangspunkt, um alle Strände der Region zu entdecken.

Nicaragua ist Wildnis pur!