Die schönste Natur in Mexiko: Entdecke Vulkane, Urwälder und Seen
Die vielfältige Landschaft dieses nordamerikanischen Landes ist schon eine Rundreise wert. Aber auch bei Ausflügen von den beliebtesten Urlaubsorten kann man die herrliche Natur in Mexiko in einem der vielen Nationalparks und Biosphärenreservate entdecken
Mexiko ist ein Land mit einer einzigartigen Biodiversität. Seine Lage in den Tropen und sein besonders abwechslungsreich geformtes Relief haben im Laufe der Jahrtausende die unterschiedlichsten natürlichen Lebensräume geschaffen, von schneebedeckten Vulkankegeln, über dichte Regenwälder, trockene Steppen und Wüsten bis hin zur Lagunen, unterirdischen Seen und nicht zuletzt der faszinierenden Unterwasserwelt der Korallenriffe. Wer die Natur in Mexiko entdecken möchte hat die Qual der Wahl: ganze 67 Nationalparks, 44 Biosphärenreservate und andere faszinierende Naturschutzgebiete erwarten Naturfreunde und Abenteurer in diesem riesigen Land. Das Gute: Sie sind über das ganze Land verteilt, so dass sich beim Urlaub in Mexiko bestimmt eines in deiner Nähe befindet. Wir haben zehn der schönsten für dich ausgewählt.
Nationalpark Cañón del Sumidero: ein berühmtes Naturmonument in Mexiko
Die bloßen Ausmaße dieser riesigen Schlucht versetzen Besucher aus aller Welt ins Staunen. Aber im Gegensatz zu anderen Canyons Nordamerikas ist der Cañón del Sumidero im Bundesstaat Chiapas außerdem mit einer üppigen Vegetation und einer vielfältigen Tierwelt gesegnet. Ein Paradies, wenn man in Mexiko Flora und Fauna beobachten möchte. Den Canyon, der 1980 zum Nationalpark erklärt wurde, kann man bei einer Bootsfahrt auf dem Río Grijalva erkunden, von dem er durchquert wird. Die Touren starten von einem Bootsanleger in der Nähe der kleinen Stadt Chiapa de Corzo. Alternativ kann man auch eine Route entlang der 5 Aussichtspunkte des Canyons machen, von denen man spektakuläre Ausblicke aus der Höhe erhält.
Cañón del Sumidero
Biosphärenreservat Ría Lagartos: ein Paradies für Flamingos in Yucatán
Dieses einmalige Sumpfgebiet im Norden der Halbinsel von Yucatán wurde 1979 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Naturschutzgebieten sind Biosphärenreservate Gebiete, in denen die traditionellen Aktivitäten der Menschen im harmonischen Einklang mit der Natur stattfinden. So sind in der Ría Lagartos zum Beispiel die Salzgewinnung und traditionelle Fischereimethoden erlaubt, die das ökologische Gleichgewicht des Reservats nicht stören. Das Naturgebiet ist von herrlichen Mangrovenwäldern gesäumt und stellt das größte Brutgebiet für Flamingos der Karibik dar. Und nicht nur das: Insgesamt dient die Ria über 250 Wasservogelarten als Brutgebiet. Ein Paradies für Vogelbeobachter und für alle, die in Mexiko Natur pur erleben möchten.
Ría Lagartos
Biosphärenreservat Sian Ka’an: die paradiesischste Natur in Mexiko
Der Name sagt alles: Sian Ka’an bedeutet in der Sprache der Maya „Tor zum Himmel“. Die unwirklich schöne Natur dieses Biosphärenreservats und Weltnaturerbes der Menschheit umfasst paradiesische Strände, Mangrovenwälder und das für die Halbinsel von Yucatán typische Ökosystem der Petenes. Das sind bewaldete Inseln inmitten ausgedehnter Sumpfgebiete, wie man sie so nur an diesem Ort der Welt antrifft, obwohl es ähnliche Formationen im US-amerikanischen Bundesstaat Florida und in Kuba gibt. Sie sind damit eines der vielen Beispiele für die Einzigartigkeit der Natur in Mexiko. Um Sian Ka’an zu besuchen, bucht man am besten eine Tour, da das Reservat nicht ganz einfach zu erreichen ist.
Sian Ka'an
Nationalpark Bahía de Loreto: Wale an der mexikanischen Pazifikküste
Der Nationalpark Bahía de Loreto im Bundesstaat Baja California Sur an der Küste des Golfes von Kalifornien ist eines der meistbesuchten Naturschutzgebiete von Mexiko. Das liegt wohl zum einen an den vielen Wassersportmöglichkeiten wie Kajak- oder Kanufahren, Schnorcheln, Tauchen oder Sportfischen, vor allem aber an der unglaublichen Vielfalt an Meeressäugetieren, die das Gebiet beherbergt. So kann man hier nicht nur Seelöwen, Delfine, Buckelwale oder Orcas sehen, sondern vor allem – saisonbedingt – den majestätischen Blauwal, das größte Tier der Erdgeschichte. Besonders im Winter, wenn die Walwanderung aus dem Norden hier ihr Ziel findet, ist der Nationalpark einer der besten Orte zur Walbeobachtung weltweit.
Felsformationen im Nationalpark Bahía de Loreto
Nationalpark Lago de Camécuaro: eine märchenhafte Natur in Mexiko
Nicht wenige Reisende sind überrascht, wie viele schöne Seen das Inland von Mexiko zu bieten hat. Tatsächlich lag sogar die alte Hauptstadt der Azteken, auf der sich heute Mexiko-Stadt erhebt, auf einem See und war von Kanälen durchzogen. Der Lago de Camécuaro ist wohl einer der schönsten davon. Dieser märchenhafte See im Bundesstaat Michoacán liegt auf 1.700 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Es kann hier darum je nach Jahreszeit ein bisschen kühler sein, was man bei einem Besuch bedenken sollte. Aber egal bei welchem Wetter, die pure Schönheit des Lago de Camécuaro verzaubert alle seine Besucher. Er wird von zahlreichen natürlichen Quellen gespeist und ist von einer üppigen Vegetation umgeben. Ein weiteres Beispiel dafür, wie viel außergewöhnliche Natur Mexiko zu bieten hat.
Lago de Camécuaro
Naturpark Hierve el agua: Thermalquellen und versteinerte Wasserfälle
Auch der Naturpark Hierve el agua ist einzig in seiner Art. Es handelt sich um besonders mineralstoffreiche natürliche Quellen, deren Ablagerungen im Laufe der Jahrtausende zwei gigantische versteinerte Wasserfälle gebildet haben. Ein faszinierendes geologisches Denkmal, das die Natur in Mexiko hinterlassen hat. Der Ausblick auf diese Wasserfälle und das dahinterliegende Tal vom Ort der Quellen aus ist beeindruckend. Außerdem kann man hier ein Bad in den kleinen, aus den Quellen gespeisten Becken nehmen, deren Wassern heilende Kräfte zugesagt werden. Für einen Besuch dieses Naturparks bucht man am besten eine organisierte Tour ab Oaxaca de Juárez.
Hierve el agua
Nationalpark Nevado de Colima: einer der schönsten Vulkane in Mexiko
Natürlich kann man nicht von der Natur in Mexiko reden, ohne seine Vulkane zu erwähnen. Sie sind eines der wichtigsten Merkmale des geologischen Reliefs des Landes. Das Gebiet um die beiden Vulkane Colima und Nevado de Colima wurde bereits 1936 zu einem der ersten Nationalparks von Mexiko erklärt. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen und wird für Aktivitäten wie Wandern, Bergsteigen, Radfahren oder Tiere beobachten genutzt. Der 4.260 m hohe Vulkan ist im Winter häufig von Schnee bedeckt, worauf sein Name zurückgeht (nevado bedeutet „verschneit“). Ein erhabener Anblick und eine echte Herausforderung für erfahrene Bergsteiger.
Nevado de Colima
Nationalpark Sierra de Órganos: filmreife mexikanische Landschaft
Wie aus einem Western erscheint diese bizarre Felslandschaft im mexikanischen Bundesstaat Zacatecas mitten im Hochland von Mexiko. Und tatsächlich wurden verschiedene Filme des Genres hier gedreht. Allerdings handelt es sich keineswegs um eine reine Wüste, sondern um einen Ort mit einer besonders vielfältigen – wenn auch trockenen – Flora und Fauna, an dem man noch unberührte Natur in Mexiko antreffen kann. Viele der Felsformationen erinnern an Orgelpfeifen, worauf der Name des Nationalparks „Sierra de Órganos“ zurückgeht (órgano bedeutet auf Spanisch „Orgel“). Ähnlich wie Kappadokien in der Türkei entstand auch diese Landschaft aus einer Kombination von vulkanischer Aktivität und Erosion und bietet spektakuläre Fotomotive, insbesondere in der Dämmerung.
Sierra de Órganos
Nationalpark Cascada de Basaseachi: die wildeste Natur in Mexiko
Der beeindruckende Wasserfall Cascada de Basaseachi im Bundesstaat Chihuahua befindet sich in einem Gebiet, das weder vor noch nach der Eroberung durch die Europäer bewohnt gewesen ist. Auch dies ist darum ein hervorragender Ort, wenn man unberührte Natur in Mexiko sucht. Die Wanderung zum Wasserfall ist nicht schwierig. Man macht sie am besten zur Regenzeit von Juli bis September oder manchmal auch Oktober, da der Wasserfall zur Trockenzeit weniger beeindruckend ist und manchmal sogar fast austrocknen kann. Mit seinen 246 Metern Fallhöhe gilt er als der höchste Wasserfall in Mexiko und ist seit 1981 als Nationalpark geschützt.
Cascada de Basaseachi
Nationalpark Arrecifes de Xcalak: Die Unterwasserwelt von Mexiko
Zum Schluss noch ein Nationalpark, der unumgänglich ist, wenn man Urlaub in Yucatan macht und in Mexiko Natur unter Wasser entdecken möchte. Vor der Karibikküste Mexikos erstreckt sich das zweitgrößte Barriereriff der Welt, das Belize-Barrier-Reef, das für den seichten Wellengang an vielen Stränden der mexikanischen Karibik verantwortlich ist. Der Nationalpark Arrecifes de Xcalax ist ein besonderer Abschnitt dieses gewaltigen Riffgebildes, der mit seiner vielfältigen Meeresfauna- und Flora und seinen Mangroven einen der weltweit schönsten Orte zum Schnorcheln und Tauchen darstellt. Das fragile Gleichgewicht dieser herrlichen Unterwasserwelt ist stark gefährdet, weshalb dieses Gebiet unter ganz besonderem Schutz steht.
Die Unterwasserwelt am Riff