Wie bereitet man eine echt valencianische Paella zu?

Um eine valencianische Paella zuzubereiten, braucht man nicht nur das richte Paella-Rezept, sondern muss auch die Kniffe für eine perfekte Paella kennen.

Mit dem richtigen Paella-Rezept gelingt das valencianische Nationalgericht.
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Die Paella wird oft als spanisches Nationalgericht bezeichnet. Das ist auch nicht völlig falsch, denn heutzutage erfreut sich das Gericht im ganzen Land großer Beliebtheit. In Wirklichkeit stammt sie jedoch ursprünglich aus der Region von Valencia und gilt auch nur dort als „Nationalgericht“. „Spanische Paella“ in dem Sinne gibt es also eigentlich gar nicht. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit unzählige Varianten entwickelt, die von Region zu Region unterschiedlich sind. Und die Bewohner der gesamten Ostküste Spaniens sowie Teile der Balearen betrachten die Paella als typisches Gericht ihrer Heimat. Aber wenn man die authentische valencianische Paella essen möchte, muss man sich an das Originalrezept halten, das sogar vom valencianischen Landwirtschaftsministerium genauestens definiert wurde! Ein Urlaub im Land ist  ist natürlich immer eine Option, vor allem wenn man einen Barceló Hotels & Resorts Gutschein hat, aber wenn du deine Freunde bei einer Gartenparty mit einer echten Paella überraschen möchtest, findest du hier ein paar wertvolle Tipps.

Valencianische Paella: Zutaten

Die Originalzutaten der Paella sind folgende:

- Spanischer Paella-Reis

- Kaninchen- und Hühnchenfleisch, in Stücke gehackt

- Limabohnen (auf katalanisch Garrofó), über Nacht eingeweicht und danach weichgekocht

- Grüne, flache, breite Bohnen (auf katalanisch Bajoqueta)

- Geriebene Tomate

Olivenöl

- Wasser oder Brühe

- Safran

- Salz

Regional bedingt kann man auch verschiedene andere Zutaten antreffen, wie:

- Schnecken

- Artischocken

- Entenfleisch

- Knoblauch

- Rosmarin

- Paprikapulver

Wie man sieht, ist hier weder von Fisch noch von Meeresfrüchten die Rede. Die so genannte Paella marinera, Paella mit Fisch, ist eine moderne Variante der klassischen valencianischen Paella. Dasselbe gilt für die Paella mixta, die gemischte Paella, mit Fleisch und Fisch, die man in Valencia gar nicht erst bekommt.

 

Richtiger Reis für Paella

Das wichtigste an einer gelungenen Paella ist natürlich der Reis. Den genau so hinzukriegen, wie er sein soll, ist gar nicht so einfach. Zunächst einmal kommt es auf die richtige Reissorte an. Es muss ein mittelgroßer Rundkornreis sein, der leicht die Aromen der Brühe aufnimmt, aber beim Kochen nicht klebrig wird, sondern eine körnige Konsistenz behält (deshalb sollte kein Risotto-Reis verwendet werden). Ideal ist spanischer Reis, der in der Region von Valencia angebaut wird und über eine geschützte Herkunftsbezeichnung verfügt. Heutzutage bekommt man den auch leicht in deutschen Feinkostläden.

Das Geheimnis der Paella: Zubereitung des Reises

Für eine perfekte Paella ist es besonders wichtig, den Reis NICHT UMZURÜHREN! Er wird in die kochende Brühe gegeben, in der Pfanne verteilt und dann in Ruhe gelassen. Wird er umgerührt, kann die Hülse aufplatzen und der Reis klebrig werden. Am Anfang - etwa 10 min lang - muss er bei sehr starker Hitze kochen, dann noch etwa 5-10 min bei schwacher Hitze. Am Ende lässt man ihn noch etwa 5 Minuten (mit Alufolie oder Küchentüchern) zugedeckt ruhen. Die Wassermenge muss so bemessen sein, dass sie während des Garprozesses vollständig verdunstet und der Reis am Ende unten leicht geröstet wird. Die braune Schicht, die hierbei zwischen der Pfanne und dem Reis entsteht, wird Socarrat genannt und ist das Leckerste an der ganzen Paella (Nicht-Kenner denken manchmal, die Paella sei „angebrannt“, das gehört aber so).

Die Paella-Zutaten: Fleisch, Gemüse und Reis.

Paella-Reis kochen: Mischverhältnis

Um das richtige Verhältnis zwischen Reis und Wasser herauszufinden, braucht man ein bisschen Erfahrung. Ein guter Ausgangswert sind 2-3 Teile Wasser zu einem Teil Reis, aber es kommt auch auf die Menge an Gemüse an. Am Anfang gelingt die Paella meist etwas wässrig, aber mit der Zeit lernt man, einen leckeren Socarrat zu zaubern. Die Paella hat eine ideale Konsistenz, wenn man die gesamte Pfanne senkrecht stellen kann, ohne dass etwas daraus fällt.

Paella-Pfanne und Hitzequellen

Idealerweise verwendet man natürlich eine Paella-Pfanne. Es handelt sich hierbei um eine besonders flache Pfanne aus Gusseisen oder Edelstahl mit einem großen Durchmesser. Diese spezielle Form begünstigt einen idealen Verdunstungsverlust der Flüssigkeit. Ist der Pfannenrand zu hoch, verdunstet die Flüssigkeit nicht mit der nötigen Geschwindigkeit und bleibt der Reis am Ende wässrig. Traditionell wird die Paella über dem Feuer zubereitet. Sie wird hierfür auf einen dreibeinigen Untersatz gestellt. Es werden aromatische Hölzer des mediterranen Waldes verwendet, die dem Gericht ein angenehmes, leicht geräuchertes Aroma verleihen. Heutzutage verwendet man in Spanien aber auch häufig spezielle ringförmige Paella-Gasbrenner, die an eine Gasflasche angeschlossen werden können. Und selbst elektrische Varianten der Paella-Pfanne sind mittlerweile erhältlich. Wenn man nichts von alledem bei sich zuhause haben sollte, kann man die Paella selbstverständlich auch in einer flachen Pfanne zubereiten. Allerdings muss man dann wahrscheinlich zwei Pfannen gleichzeitig verwenden, da die erhaltene Menge sonst zu klein ist.

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Das Original Paella-Rezept Schritt für Schritt

Für die Original-Paella wird das Olivenöl in der Pfanne erhitzt und die Fleischwürfel darin scharf angebraten.

Sobald die Fleischwürfel auf allen Seiten goldbraun sind, wird das Gemüse dazu gegeben und ebenfalls angebraten.

Fleisch und Gemüse werden dann an den Pfannenrand geschoben und in die Mitte kommt die geriebene Tomate und (eventuell) das Paprikapulver für den so genannten Sofrito. Mancher Koch führt bei diesem Schritt auch Knoblauch hinzu.

Ist der Sofrito schön angebraten, wird das Ganze gemischt und das Wasser oder die Brühe hinzugefügt. Diese wird mit Salz und Safranfäden aufgekocht und kochen gelassen, bis sich der Safran schön verteilt hat.

Dann wird der Reis hinzugefügt, kurz einmal ungerührt und wie oben beschrieben gegart.

Welcher Wein passt zu Paella?

Zur Paella trinkt man am besten einen jungen Rotwein oder einen trockenen Rosé. Für ein besonders authentisches kulinarisches Erlebnis nimmt man natürlich einen spanischen Wein zur Paella, im Idealfall aus der Mittelmeer-Region. Und hinterher vielleicht ein paar frische spanische Sommer-Drinks? So kommt Urlaubstimmung auf!


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