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Was unternimmt man, wenn man 48 Stunden Zeit in Santo Domingo hat?

Eine Reise in die Dominikanische Republik ist immer eine gute Idee, nicht nur wegen ihrer Strände, des Wassersportangebots oder der wunderschönen Sonnenuntergänge vom Liegestuhl eines Resorts aus; auch wegen ihrer Hauptstadt: Santo Domingo. Jenes Juwel der einstigen spanischen Kolonien an den Ufern des Flusses Ozama, das uns in einem Kurztrip von nur 48 Stunden seine bewegte Geschichte und die Lebensfreude seiner Einwohner näherbringen wird. Dies sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für zwei unvergessliche Tage in Santo Domingo. Merk sie dir.

Tourismus in Santo Domingo: was zu tun und zu sehen in 48 Stunden

Santo Domingo war einst das Juwel der spanischen Kolonien. Heute pulsieren die Straßen und Geschäfte der Stadt, die auf eine für die ersten Siedler unvorstellbare Größe herangewachsen ist, mit einem unaufhaltsamen Rhythmus und bieten die Möglichkeit, an jeder Ecke ein bisschen Geschichte für wenig Geld zu entdecken (besonders, wenn man mit Euros unterwegs ist). Als Extra werden wir von der charakteristischen Lebensfreude ihrer Einwohner angesteckt, was noch weit nach der Rückkehr von der Reise zu spüren ist. Herzlich Willkommen in der „Primada“ oder ersten amerikanischen Kolonie und zu den Sehenswürdigkeiten, die man in 48 Stunden in Santo Domingo entdecken kann.

TAG EINS: 9 Uhr morgens. Zu Fuß durch die zauberhafte Altstadt

Die Zeit vergeht im Fluge, wenn man so viel Wundervolles zu entdecken hat, und darum ist es eine gute Idee, früh aufzustehen und beim Frühstücksbuffet des Hotels Kraft zu tanken, um sich auf die Besichtigungen vorzubereiten und dabei gleich einige Köstlichkeiten der Region zu probieren. Die Stadt besteht aus vier Stadtteilen: Distrito Nacional – das wirtschaftliche, soziale und politische Zentrum des Landes, Santo Domingo West und Nord, die weniger dicht besiedelt sind, und Santo Domingo Ost (Zona Oriental) am anderen Ufer, wo sich wichtige Unterhaltungsmöglichkeiten und kulturelle Sehenswürdigkeiten befinden.

Vom Distrito Nacional aus, das sich am dichtesten am historischen Stadtzentrum befindet (es ist immer empfehlenswert, in einem Hotel in der Nähe der Zona Colonial abzusteigen), ist ein Spaziergang auf der Straße El Conde vielleicht die beste Art, einen ersten Eindruck von Santo Domingo zu bekommen. Es handelt sich um eine der ersten von Europäern erbauten Straßen nicht nur der Stadt, sondern ganz Amerikas, vor über 500 Jahren. Heute ist es immer noch eine Hauptverkehrsader der Stadt und entlang ihres Verlaufes befinden sich Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale, das Alte Gemeindehaus (Cabildo) oder der Pranger (la Picota), ein Muss für jeden Neuankömmling.

Die Kathedrale von Santo Domingo ist eines der imposanten Bauwerke, die sich einst im Inneren der Stadtmauer befanden. Von dieser sind keine Reste mehr erhalten, wohl aber von den Gebäuden, die von ihr umgeben waren und die alle zur historischen Altstadt (Zona Colonial) gehören, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Kathedrale ist die älteste des amerikanischen Kontinents und die einzige in gotischem Stil. Am Flusse Ozama errichtet, beherbergt sie eine Statue von Cristoph Kolumbus (und einst auch dessen sterbliche Überreste); ein echtes Wahrzeichen der Stadt.

Geh weiter auf der Hauptstraße von Santo Domingo und besichtige das Haus der einst erlauchtesten Familie der Stadt: den Alcázar de Colón oder Palacio Virreinal de Don Diego Colón, ein Palast, der vom erstgeborenen Sohn Christoph Kolumbus‘ errichtet wurde. Heutzutage beherbergt sein Inneres das Museum Alcázar de Colón, das dem Leben der Familie des Entdeckers Amerikas gewidmet ist. Die Umgebung des grünen Plaza de España und seine Aussicht auf den Fluss sind sehr sehenswert; ganz in der Nähe bieten das Museo de las Casas (Musem der Häuser) oder der Panteón de la Patria (Pantheon des Vaterlandes) die Möglichkeit, die Reliquien und sterblichen Überreste der angesehensten Persönlichkeiten des Landes zu bewundern. Der Eintritt ist frei.

14 Uhr.  Genieße die dominikanischen Köstlichkeiten

Gleich in der historischen Altstadt gibt es gute Restaurants, in denen man die dominikanische Küche entdecken kann, die sich aus spanischen, afrikanischen und Taíno-Enflüssen zusammensetzt.  Eine Mischung, die vielleicht überraschend erscheint, die aber vom ersten Bissen an überzeugt. Der Sancocho ist das dominikanische Nationalgericht, eine Suppe aus sieben verschiedenen Fleischsorten, die mit Kürbis, Knollen- und anderem Gemüse kombiniert werden. Weitere Gerichte, die man probieren sollte, sind die Bohnen mit weißem Reis, das gekochte Huhn oder die Tostones, frittierte Teigfladen aus Kochbanane, die statt Brot gegessen werden.

15-16 Uhr. Ein Streifzug durch die Vergangenheit und das kulturelle Erbe der Stadt

Hat man erst mal Kraft getankt, kann man eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Santo Domingos besichtigen: die Festung Ozama. Dieser Bau aus Stein (1502-1508) war seinerzeit das wichtigste Gebäude der Stadt, da es als Bollwerk gegen Angriffe der Piraten und anderer europäischer Eroberer diente. Heute zählt es zum Weltkulturerbe und ist von einem großen Garten umgeben. Vom Torre del Homenaje (Turm der Hommage) aus hat man einen der besten Ausblicke auf den Fluss Ozama, auf die Stadtsilhouette von Santo Domingo und auf die historische Altstadt. Es empfiehlt sich, die Festung mit einer Führung zu besuchen, da sie voll interessanter Anekdoten steckt, wie zum Beispiel die Tatsache, dass die Waffen- und Pulverkammer das Aussehen einer Kirche hatten, um zu verhindern, dass sie angegriffen würden.

18 Uhr. Sonnenuntergang am Fluss Ozama

Wenn der kulturelle Rundgang abgeschlossen ist, wie wär‘s dann mit einem Spaziergang an der Uferpromenade? Du kannst ein Bier, einen Kaffee oder auch ein Glas Rum an der Avenida George Washington genießen, einem großen Boulevard, der fast die halbe Stadt entlang parallel zur Küste verläuft. Außer einer Sicht auf den Hafen mit einem ganz besonderen Charme bietet diese Prachtstraße, in der sich der berühmte Obelisk von Santo Domingo befindet, Kasinos, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten für jedermann.

TAG ZWEI: 10 Uhr morgens. Entdecke monumentale Parkanlagen

Es beginnt ein weiterer vielversprechender Tag in Santo Domingo und nach einem großzügigen Frühstück, zu dem ein Mangú mit Rührei und Salami gehört (falls du den noch nicht probiert haben solltest), bist du bereit, den Palacio Nacional und seine Gärten zu besichtigen. Dieses stattliche Gebäude in neoklassizistischem und Renaissance-Stil wurde 1944 im Auftrag des damaligen Diktators Rafael Leónidas Trujillo erbaut. Heute ist es der Sitz der Nationalregierung und kann kostenlos besichtigt werden. In der Umgebung machen mehrere Sehenswürdigkeiten auf sich aufmerksam: die Bastion Baluarte del Conde, zu der gleich mehrere Denkmäler gehören – die Puerta de la Misericordia (Tor der Barmherzigkeit), Puerta del Conde (Tor des Grafen), das Fuerte de la Concepción (Festung der Empfängnis) und der Altar de la Patria (Altar des Vaterlandes)-, der Unabhängigkeitspark (Parque de la Independencia), wo die dominikanische Unabhängigkeit besiegelt wurde und der Kolumbuspark (Parque Colón) oder alter Kolonialplatz der Stadt.

17 Uhr. Überquere den Fluss und entdecke weitere zauberhafte Ecken

In der Zona Colonial ist alles Nötige vorhanden, aber wenn man bereits den gesamten Vortag darauf verwendet hat, alle Ecken der Altstadt zu entdecken, warum dann nicht einmal den Fluss überqueren und die andere Seite Santo Domingos kennenlernen?  Sowohl mit der Yola (einem traditionellen Boot) als auch im Auto über eine der zwei nächstgelegenen Brücken erreicht man sehr schnell Santo Domingo Ost. So einfach geht das.

Hier erwarten dich äußerst interessante Sehenswürdigkeiten wie der Kolumbusleuchtturm (Faro a Colón), ein Bauwerk in Form eines Kreuzes, in dem angeblich die Reste des Entdeckers begraben sein sollen. In seinem Inneren gibt es Ausstellungsräume über die Kulturen aller Länder des amerikanischen Kontinents. Nicht weit hiervon entfernt befindet sich der Nationalpark Los Tres Ojos (die drei Augen), ein Naturgebiet mit drei außergewöhnlichen Süßwasserseen, die teilweise von Höhlen bedeckt sind. Das Besondere an diesem Ort ist die Farbe des Wassers, das aufgrund seiner hohen Mineralkonzentration bei Sonneneinstrahlung intensiv türkis-grün leuchtet.

Nach zwei Tagen Entdeckungstour durch die Geschichte und die schönsten Orte der Stadt benötigt dein Körper bestimmt ein bisschen Relax in den Pools, Spas und weiteren Einrichtungen des Hotels. Im Restaurant stehen einheimische Gerichte wie Fleischeintopf, Yucca oder Banane auf der phantasievollen Speisekarte, um deinen Tag mit einem guten Abendessen und einem Besuch des Kasinos abzuschließen, wo dich Musik und das übliche Glas Rum erwarten.