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Karibische Cocktails selber mixen: so kommt Urlaubsstimmung auf

Träum dich in den Karibik-Urlaub

Du kommst gerade aus dem Karibik-Urlaub zurück und möchtest deine Freunde zu einem Themenabend einladen? Da darf natürlich eines nicht fehlen: karibische Cocktails. Aber werden die mir wirklich so lecker gelingen wie im Urlaub in der Karibik? Natürlich: mit der nötigen Sorgfalt, den richtigen Geräten und den besten Zutaten für Cocktails.

Karibische Cocktails mischen: brauche ich Shaker und Co.?

Leckere Cocktails gelingen desto besser: je mehre Geräte uns zur Verfügung stehen. Wenn du aber nicht gleich voll ins Thema einsteigen willst, sondern die Cocktails erst mal nur für deinen karibischen Themenabend benötigst, können wir dich beruhigen: für das meiste Zubehör gibt es auch improvisierte Ersatzlösungen. Die Piñada Colada beispielsweise kann sehr gut im Mixer oder mit dem Pürierstab zubereitet werden, im Cocktail-Shaker gelingt sie sogar schwerer wegen ihrer zähflüssigen Zutaten. Der Mojito ist ein Rührdrink, hierfür bräuchtest du also nur einen Rührlöffel, kannst aber ersatzweise auch einen langen Eislöffel verwenden. Der Daiquiri hingegen muss wirklich in den Shaker, wenn er gelingen soll, da darf nichts dran gerührt werden. Aber vielleicht kommst du ja beim Cocktailmixen auf den Geschmack und dann lohnt sich die Anschaffung auf alle Fälle. Nicht nur für karibische Cocktails.

Karibische Cocktails werden immer mit Rum gemischt.

Echt karibische Getränke

Viele beliebte Cocktails kennt man zwar vom Namen her und weiß auch ungefähr, welche Zutaten drinstecken, aber bei der genauen Herkunft wird es schon schwieriger (auch weil die in manchen Fällen gar nicht genau bekannt ist). So manche Bar setzt „Karibik“ und „karibische Cocktails“ gleich und verkauft jeden Fruchtcocktail als „Karibik-Drink“, obwohl er in Wirklichkeit aus Brasilien stammt. Du möchtest deinen Themenabend aber natürlich so authentisch wie möglich gestalten, und darum haben wir hier drei typische Cocktails mit Rum aufgelistet, die auch wirklich in der Karibik erfunden wurden.

Die Rezepte für berühmte Cocktails sind meist kein Geheimnis. Aber ob sie gelingen, hängt nicht nur davon ab, das Rezept zu kennen. Oft sind es Feinheiten und Kniffs, die den Unterschied ausmachen.

Karibische Cocktails kann man tagsüber am Strand oder auch abends an der Bar genießen.

Puerto Rico und die Piña Colada

Wer wann und wo genau die die Piña Colada (span.: „durchgesiebte Ananas) erfunden hat, ist äußerst umstritten. Sicher ist jedoch, dass sie aus Puerto Rico stammt. Dieser an sich so leckere Cocktail mit Ananassaft hat immer noch einen schlechten Ruf als Pansch-Getränk. Das liegt vor allem daran, dass er tatsächlich über Jahrzehnte in Bars und auf Privatpartys mit Ananassaft und Kokossirups gepanscht wurde und furchtbar süß und industriell daherkam. Warum nur? Wahrscheinlich, weil die Zubereitung einer echten Piña Colada ein wenig aufwändiger ist, da frische Annanasstücke verwendet werden müssen.

Das Geheimnis einer gelungenen Piña Colada liegt also in der Wahl der Zutaten und nicht so sehr in der Zubereitung. Diese sind:

  • Cream of Coconut: kein Kokossirup, keine Kokosmilch, Kokosaroma oder Ähnliches. Nicht alle Kokosnussprodukte sind gleichwertig. Mit dieser berühmten Kokoscreme wird der Drink auch wirklich nach Kokos schmecken.
  • Frische Ananas: kein Ananassaft, keine Ananas aus der Dose. Es hilft nichts: wir müssen eine frische Ananas zerstückeln, sonst schmeckt unser Cocktail einfach nur nach Industrie.
  • Der Rum: für eine Piña Colada kann und sollte ein kräftiger, aromatischer Rum verwendet werden, da das Rumaroma sonst bei all der Süße untergeht.
  • Crushed Ice: dieser geschmacklich starke Cocktail verträgt viel Schmelzwasser und wird darum mit Crushed Ice zubereitet.

Das Mischverhältnis variiert je nach Stärke des Rums und der Süße der Ananas. Rum und Cream of Coconut zu gleichen Teilen ist ein guter Ausgangspunkt. Eis je nach Geschmack. Alle Zutaten zusammen in den Mixer geben und nach dem Mixen abgießen.

Karibische Cocktails sind sowohl bei Kennern als auch bei Laien beliebt.

Kubanische Cocktails: Mojito und Daiquiri

Die zwei klassischen Varianten der Lieblingsgetränke Hemingways.

Mojito: der Cocktail mit Minze

Die Zutaten für den Mojito sind kein Geheimnis: weißer Rum (der so viele karibische Cocktails auszeichnet), Limettensaft, Minze, Zucker und Sodawasser. Je nach Geschmack kann auch Zuckersirup statt Zucker verwendet werden (einfacher zu mischen). Als optimales Mischverhältnis gibt die International Bartenders Association Folgendes an: 4 cl Rum, 3 cl frischer Limettensaft, 6 Minzblätter, 2 Teelöffel Zucker und der Rest Sodawasser. Allerdings gibt es hiervon unzählige Varianten.

Das Grundrezept ist in jedem Cocktailhandbuch zu finden: Minzblätter mit dem Zucker und dem Limettensaft ins Glas geben und leicht zerdrücken. Dann Eis, Rum und Sodawasser dazugeben und umrühren. Warum schmeckt der Mojito dann aber hierzulande trotzdem oft nicht so gut wie im Urlaub?

3 Details, damit der Mojito gelingt:

  • Die Minze: Minze ist nicht gleich Minze. Für das kubanische Originalrezept muss die sogenannte Mojito-Minze oder auch Hemingway-Minze (Mentha Nemorosa ) verwendet werden, die nur sehr wenig Menthol enthält. Wenn du diese nicht bekommen solltest, dann verwende am besten eine andere Minzsorte mit geringem Mentholgehalt.
  • Die Minze muss „gemuddelt“ werden. Dies ist ein Fachwort aus der Cocktail- Welt, das bedeutet, dass sie nur ganz leicht und vorsichtig zerdrückt werden sollte, auf keinen Fall zerkleinert, denn dann schmeckt sie eher bitter und kann ihr angenehmes Aroma im Drink nicht verbreiten.
  • Kein Crushed Ice: immer noch sieht man häufig „Mojitos“ mit Crushed Ice und das ist falsch! Das Eis ist eine der am Häufigsten unterschätzten Zutaten der Cocktails. Der Laie denkt: Eis ist Eis. Je größer jedoch ein Eiswürfel, desto langsamer schmilzt er und umgekehrt. Das Schmelzwasser soll das Aroma des Drinks fördern und ihn nicht verwässern. Bei sehr kräftigen Drinks wie der Piña Colada ist Crushed Ice darum genau das Richtige, weil es schneller schmilzt und dem Cocktail die nötige Leichtigkeit verleiht. Ein Mojito hingegen verträgt nur wenig Schmelzwasser und wird durch Crushed Ice total verwässert.

Daiquiri: ein klassischer Sour

Der Daiquiri kommt von den drei Drinks wohl am Schlichtesten daher, denn er enthält in seiner klassischen Form (nicht der Hemingway-Variante) nur drei Zutaten: (karibischer) Rum, Zuckersirup und Limettensaft. Aber vor allem für Cocktail-Anfänger ist er wohl am Schwierigsten zuzubereiten. Wie in der Einleitung erwähnt, muss er im Shaker kräftig auf Eis geschüttelt werden. Danach muss er durch ein Sieb ins Glas gegossen werden. Das optimale Mischverhältnis der International Bartenders Association ist Folgendes: 4,5 cl Weißer Rum, 1,5 cl Zuckersirup und 2,5 cl frischer Limettensaft.

Tipp, damit der Daiquiri gelingt: er muss EISKALT sein. Das Schütteln im Shaker auf Eis kühlt ihn schon  ziemlich runter, aber am besten kühlt man zusätzlich das Glas vor, aus dem er getrunken werden soll.

Oder doch lieber eine Reise in die Karibik buchen?

Wenn du alles richtig gemacht hast, wird bestimmt beim ersten Schluck schon Fernweh aufkommen und wirst du dich nach Traumhotels in der Karibik für deinen nächsten Urlaub umsehen wollen.