Welttanztag-Special: die besten Ziele für Tanzreisen
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Ziele für Tanzreisen, von denen du nicht enttäu...

Ziele für Tanzreisen, von denen du nicht enttäuscht sein wirst

Tanzen ist in unseren Breiten normalerweise ein besonderes Event. Man geht aus, um zu Tanzen, man besucht die Tanzschule oder man sieht sich einen Tanzwettbewerb an. Alles in einem bestimmten Rahmen. Das ist aber längst nicht überall so. In vielen Ländern braucht man keinen speziellen Anlass zum Tanzen. Es reicht eine Trommel und eine Portion gute Laune und schon steigt die Party: auf der Straße, im Café oder sogar bei der Arbeit, warum nicht? Selbst der karibische Angestellte im Kaufhaus klopft mit seiner Computermaus den Rhythmus der Salsa-Musik, die im Hintergrund läuft, und man merkt ihm an, dass er gerne auch die Beine bewegen würde… So viel Tanzlust ist ansteckend und darum eignen sich einige Reiseziele besonders gut für Tanzreisen. Passend zum Welttanztag am 29. April stellen wir hier ein paar davon vor, in der Karibik, Südamerika und Spanien.

Salsa-Urlaub in der Karibik

Alle Salsa-Fans zieht es natürlich nach Kuba oder Puerto Rico, zwei besonders tanzlustige Inseln. Hier kann man nicht nur seinen Spaß haben, sondern auch die Ursprünge und die Geschichte des Tanzes entdecken. „Salsa“ war ja ursprünglich nur ein Marketing-Begriff für die verschiedenen Musik- und Tanzformen, die in den 60er und 70er Jahren aus der Verschmelzung verschiedenster karibischer Rhythmen in New York entstanden sind. Daher auch der Name: „Salsa“ bedeutet „Sauce“ – eine Sauce, in der alles verrührt wurde und aus der letztendlich etwas Neues entstanden ist. Um die ursprünglichen Rhythmen zu entdecken, macht man am besten einen Salsa-Urlaub in der Karibik. Hier gibt es traditionelle karibische Tänze wie Rumba, Son, Bomba, Plena, etc. zu sehen.

Traditionelle Tänze der Karibik

Die Tänze der Karibik sind afrikanischen Ursprungs und das merkt man, wenn man z. B. eine traditionelle Rumba-Gruppe in Kuba oder auch eine Bomba-Gruppe in Puerto Rico sieht.  Die Trommeln, die Melodien, die Bewegungen – wenn der Gesang nicht auf Spanisch wäre, könnte man meinen, man befände sich mitten in Afrika. Besonders interessant ist es, auf die Füße der Tänzerin oder des Tänzers in Verbindung mit den Trommeln zu achten: derjenige, der die kleinste Trommel, den sog. Quinto spielt, ist der Solist (die anderen spielen den Grundrhythmus). Der Solist muss dem Tänzer folgen, d. h., er muss den improvisierten Rhythmus trommeln, den der Tänzer mit den Füßen vorgibt. Dafür ist natürlich höchste Konzentration gefragt.

Wenn man traditionelle Tänze der Karibik sieht und sich dabei vorstellt, wie sie mit den afrikanischen Sklaven den Atlantik überquert und die Jahrhunderte überlebt haben, und noch immer heutzutage von den Einwohnern der Karibik (egal, ob europäischer oder afrikanischer Abstammung) getanzt werden, kann man schon Gänsehaut bekommen. Auch für Nicht-Tänzer sind solche Darbietungen als kulturelles Happening sehr interessant. Es lohnt sich also immer, sein Hotel in Kuba zu verlassen und die lebendige kulturelle Vielfalt der Insel kennenzulernen.

Merengue und Bachata lernen in der Dominikanischen Republik

Merengue und Bachata sind dominikanische Tänze. Vor allem der Merengue scheint auf den ersten Blick besonders einfach zu sein, weil man „nur“ im Rhythmus der Musik linkes und rechtes Bein abwechseln muss. Aber gerade diese scheinbare Einfachheit macht es schwierig, als Anfänger dabei natürlich auszusehen. Es kommt nämlich vor allem auf die Köperhaltung an (Oberkörper sehr prominent aufgerichtet), und darauf, die Hüften zu bewegen. Auch die Bachata-Tanzschritte sind relativ einfach, denn die Eleganz kommt vor allem von der Bewegung der Arme.

In der Karibik ist es übrigens aufgrund der angenehmen Temperaturen üblich, auf der Straße zu tanzen. Wenn eine Bar nicht groß genug ist, damit Orchester und Tänzer hineinpassen, wird das Orchester einfach im Inneren der Bar aufgebaut und die Leute tanzen rundherum auf der Straße. Einem wird dabei auffallen, dass karibischer Tanz oft längst nicht so virtuos ist, wie einem in der Tanzschule beigebracht wird – denn die Hauptsache ist der Rhythmus. Wenn man Salsa, Merengue oder Bachata lernen möchte, ist man hier also richtig aufgehoben. Die Dominikanische Republik dient denn auch häufig als Ziel für Salsa-Tanzreisen für Singles o. ä., obwohl nicht ganz so typisch wie Kuba oder Puerto Rico. Natürlich bieten auch viele Hotels in der Dominikanischen Republik Tanzgelegenheiten mit typisch karibischer Musik an. Die karibische Nacht ist immer jung!

Brasilianische Tänze: Mix der Kulturen

In Brasilien, einem Land, das vor allem für den Samba und den Karneval bekannt ist, hat die extreme kulturelle Vielfalt dafür gesorgt, dass nicht nur afrikanische, sondern auch Tänze der Ureinwohner erhalten geblieben sind. Verschiedene brasilianische Tänze wie etwa der Caboclinho –  für den man ganz schön in Form sein muss – sind direkt von Tänzen der Ureinwohner abgeleitet. Ebenfalls sehr interessant sind Folklore-Tänze, die eine Geschichte erzählen, wie etwa der Bumba Meu Boi, bei dem ein Ochse stirbt und wiederaufersteht.

Argentinische Tänze: mehr als nur Tango

Tanzreisen nach Argentinien oder Uruguay sind natürlich vor allem ein Traum von eingefleischten Tango-Fans. Aber was ein echter Tänzer ist, der ist auch neugierig auf andere argentinische Tänze, denn das Land hat eine besonders reiche Tanzkultur zu bieten. Typische Tänze der Gauchos wie die Zamba oder der Malambo, bei dem die sog. Boleadoras –die einstigen Wurfwaffen der Gauchos – zum Einsatz kommen, sind besonders originell. Auch Tänze afrikanischen Ursprungs wie der Candombé haben sich über die Jahrhunderte gehalten, obwohl dieser Tanz heute eher in Uruguay verbreitet ist.

Tanzurlaube in Spanien

Bei Spanien denkt man natürlich zuerst an Flamenco. Und zu Recht, denn vor allem in Andalusien, aber auch in anderen Teilen Spaniens (wie etwa Katalonien, wohin sehr viele Andalusier in den 60er Jahren emigriert sind), ist der Flamenco ein fester Bestandteil der Kultur. Eine besonders offene Musik- und Tanzkultur trifft man als Außenstehender in Granada an, wo es außerdem viele Tanzschulen und insgesamt ein interessantes kulturelles Ambiente sowie ein großes Hotelangebot gibt. Tanzurlaube in Spanien haben außerdem den Vorteil, dass lateinamerikanische Tänze hier wegen der kulturellen Nähe besonders schnell Verbreitung finden und es dementsprechend viele Tanzgelegenheiten gibt. So kann man nach seiner Flamenco-Klasse ohne weiteres Bachata oder Salsa tanzen gehen.