Wüstensafaris: die schönsten Orte für eine Wüstentour
Endlose Weiten, absolute Einsamkeit… die Wüsten der Welt bieten einen unvergleichlichen Raum für authentisches Abenteuer. Was ein echter Weltenbummler ist, der sollte es sich nicht entgehen lassen, mindestens einmal im Leben eine Wüstentour zu machen, um diesen beeindruckenden Landschaftstyp hautnah zu erleben. Hier findest du einige der besten Orte für Wüstensafaris
Die Faszination der Wüste ist schwer in Worten zu beschreiben. Ihre Weite, ihre Erhabenheit, ihre Ruhe und nicht zuletzt auch ihre erbarmungslosen Lebensbedingungen für Mensch und Tier machen sie zu einem der letzten Orte, wo man noch echte Wildnis erleben kann. Ob beim Kamel-Trekking durch endlose Sanddünen oder beim Camping unter dem klaren Sternenhimmel – Wüstensafaris erinnern uns daran, wie klein wir Menschen auf der weiten Welt sind. Und die Wüste ist keinesfalls totes Gelände: Neben erhabener landschaftlicher Schönheit können wir bei einer Wüstentour auch viel unerwartetes Leben und märchenhafte Oasen entdecken, die uns die Kulturen der Wüstenvölker näherbringen. Alle Wüsten der Erde haben ihren Reiz, aber hier findest du sechs Länder, die sich besonders gut für Wüstentouren eignen.
Wüstensafaris in Marokko
Bei einem Urlaub in Marokko kann man wunderschöne Wüstenlandschaften entdecken, die zur westlichen Sahara, der größten Trockenwüste der Welt, gehören. Eine der bekanntesten ist das Erg Chebbi, eine Dünenlandschaft vor den Toren des winzigen Ortes Merzouga. Das Dorf wird gerne auf Rundreisen durch Marokko angesteuert oder auch bei mehrtägigen Wüstensafaris ab Marrakesch. Da der Ort mitten in der Wüste liegt, braucht man von hier aus nicht lange zu fahren, um sich in völliger Einsamkeit mitten in einer gigantischen Dünenlandschaft zu befinden.
Landschaft bei Merzouga
Wenn dir die Wüstentour bis nach Merzouga zu lang und beschwerlich erscheinen sollte, kannst du auch echtes Wüstenfeeling gleich vor den Toren von Marrakesch erleben, und zwar im berühmten Palmeraie, dem Palmenhain von Marrakesch, einer malerischen Oase wie aus Tausendundeinernacht. Hier befindet sich das Palmeraie Oasis Camp, ein Glamping mitten in der Oase, wo man in traditionellen Zelten übernachten kann, die authentische marokkanische Handwerkskunst mit einer luxuriösen Ausstattung verbinden. Tagsüber kann man die Ruhe der Wüste genießen und eine Yoga-Session bei Sonnenaufgang machen, oder auch eine Quad-Fahrt durch die Dünen, wenn man es aufregender mag. Nachts lädt der sternenklare Himmel über der Oase zum Träumen ein.
Zelte im Palmeraie Oasis Camp
Entdecke die Sahara in Tunesien
Wüstenreisen nach Tunesien sind nicht nur aufgrund der bilderbuchreifen Dünenlandschaften beliebt, sondern auch wegen der besonders malerischen Oasen des Landes und bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Chott el Djerid, einem riesigen Salzsee mitten in der Wüste, der selbst zur Trockenzeit in den unterschiedlichsten, faszinierendsten Farben schillert. Einige Oasen wie Tozeur oder Douz sind noch heute bewohnt, und stellen Orte da, an denen man die authentische tunesische Kultur kennelernen kann. Andere, wie die Oasen von Tamerza oder Chebika, sind unbewohnt bzw. verlassen und bilden kleine Naturparadiese mit je nach Jahreszeit sogar fließendem Wasser inmitten der kargen Umgebung.
Das Chott el Djerid in der Trockenzeit
Und auch kulturell sind Wüstentouren in Tunesien besonders interessant. So kann man hier einzigartige Beduinenbauten wie die Ksars von Tataouine besuchen, die schon George Lucas als Drehort für den Wüstenplaneten Tatooine in der Star Wars-Saga dienten, ebenso wie die sogenannten Troglodytenhäuser im Ort Matmata, der auch das „Tor zur Wüste“ genannt wird. Von hier aus kann man dann den Jebil-Nationalpark besuchen, der zu 85 % aus Sanddünen besteht und wo man mit ein bisschen Glück die einheimischen Dünengazellen zu Gesicht bekommt. Ein Highlight bei einem Urlaub in Tunesien.
Wüstentouren in Ägypten: einige der schönsten Wüsten der Welt
Wenn es ein Land gibt, das für seine Wüstenromantik bekannt ist, dann ist es Ägypten, einer der besten Ausgangspunkte für eine Sahara-Tour. Hier hat man eindeutig die Qual der Wahl, denn es gibt eine ausgesprochene Vielfalt an ganz unterschiedlichen Wüstenlandschaften, jede mit ihrem eigenen Reiz, aber nicht alle gleich leicht zu erreichen. Eine der schönsten und eindrucksvollsten ist beispielsweise die sogenannte Weiße Wüste, die mit ihren bizarren Kreidefelsen wie von einer anderen Welt erscheint. Für eine Wüstensafari ab Kairo muss man für diese Region jedoch zwei oder drei Tage einplanen. Kombiniert wird diese Tour oft mit dem Kontrastprogramm, der Schwarzen Wüste, die von vulkanischem, teilweise zu Säulen erstarrtem Basaltgestein bedeckt ist.
Landschaft in der Weißen Wüste
Wenn man hingegen Urlaub in Sharm el-Sheikh macht, bietet sich ein Ausflug in die ausgedehnte Sinai-Wüste an, eine faszinierende Landschaft mit spektakulären Canyons, Bergen und Felsformationen, die man mit dem Jeep oder mit dem Quad erkunden kann. Da die Region touristisch erschlossen ist, gibt es ein großes Angebot an Ausflügen, von Bergbesteigungen übers Yoga-Camp bis zum Besuch im Beduinenzelt, wo man einen Tee mit den einheimischen Wüstenvölkern genießen kann. Nach Sonnenuntergang erwartet einen dann auch hier der unverschmutzte Nachthimmel, wie er die großen Wüsten der Erde auszeichnet. Beliebt ist zudem die nächtliche Besteigung des Sinai-Berges, um von dort aus den atemberaubenden Sonnenaufgang über der Wüste zu sehen.
Wüstentour in Dubai: der Klassiker
Wohl kaum jemand fährt nach Dubai, ohne eine Wüstentour zu machen, und sei es nur, um sich beim Sandboarding eine gehörige Adrenalindosis zu holen. Aber die Möglichkeiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind sehr viel größer als man denkt, handelt es sich bei der Rub al-Chali-Wüste, die sich über den gesamten Süden der Arabischen Halbinsel erstreckt, doch um die größte Sandwüste der Erde, die haargenau unserer Vorstellung von der klassischen Wüste entspricht. Eine Wüstensafari in Dubai hat den großen Vorteil, dass das visuelle Spektakel sich direkt vor den Toren der Stadt erstreckt, so dass man keine langen Fahrten auf sich nehmen muss, um in das Herz der Wüste einzudringen.
Eine Wüstensafari in Dubai hat den großen Vorteil, dass das visuelle Spektakel sich direkt vor den Toren der Stadt erstreckt
Tatsächlich sind Halbtagesausflüge die beliebtesten Optionen, um die Wüste bei einem Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu entdecken. Dabei werden viele adrenalingeladene Aktivitäten wie Dune Bashing oder Sandboarding angeboten, aber es gibt auch ruhigere Touren mit Tierbeobachtungen (die Wüste lebt!) oder Kamelreiten. Für ein besonders komplettes Erlebnis der Wüste von Dubai macht man am besten eine ganze Tagestour, bei der man unter anderem ein Beduinenlager besucht und einen Einblick in die traditionelle Kultur der Region von vor dem Zeitalter des Erdöl-Booms erhält. Als krönende Abschluss kann man dann den Sonnenuntergang in der Wüste genießen und, je nach Tour, auch den Sternenhimmel.
Dünen in der Rub al Chali-Wüste
Die Wüste Rimal al Wahiba im Oman
Der Oman ist ein Reiseziel, das immer beliebter wird. Wen wundert’s, hat das Land doch eine herrliche Natur, Weltkulturerbestätten, einsame Strände und eine gehörige Portion an Exotik zu bieten. Dank seiner Lage im Süden der Arabischen Halbinsel ist es zudem ein idealer Ort für Wüstensafaris. Die bekannteste Wüstenlandschaft im Oman ist die Rimal al Wahiba, auch Wahiba Sands genannt, eine riesige Sandwüste aus herrlichen goldenen Dünen, die sich im Osten des Oman nahe der Küste erstreckt. Das Gefühl der Einsamkeit ist hier noch um einiges größer als in den benachbarten VAE, nicht zuletzt, weil der Oman touristisch noch weniger erschlossen ist. Bei einer Wüstentour in den Wahiba Sands sollte man unbedingt einen erfahrenen Führer dabeihaben und gut vorbereitet sein. Die Temperaturen können in dieser Landschaft nämlich extrem hoch werden, insbesondere im Sommer, wenn es oft sogar unmöglich ist, die Dünen tagsüber zu besuchen.
Landschaft in den Wahiba Sands
Ein anderes Erlebnis, das du dir bei einem Urlaub im Oman gönnen kannst, ist ein Besuch der Wadis. Das sind trockene Flussbetten, die nur nach starken Regenfällen in der Regenzeit Wasser führen und dann wunderschöne Oasen mitten in der Wüste bilden. Oman ist nämlich das einzige Land der Arabischen Halbinsel, das vom Monsun gestreift wird, so dass es hier eine kurze aber intensive Regenzeit gibt. Auch die schönsten Wüsten der Welt werden noch schöner mit einem kleinen grünen Farbtupfer.
Die Wüsten Mexikos
Mexiko ist ein Land mit einer überaus vielfältigen Landschaft. Wenn man einmal Urlaub an der Riviera Maya mit ihrer üppigen tropischen Natur gemacht hat, mag man kaum glauben, dass es im selben Land auch vollkommen trockene Flächen gibt, aber es gibt sie, und was für welche! Mexiko beherbergt 3 große Wüsten, worunter nicht mehr und nicht weniger als die größte Wüste Nordamerikas: die Chihuahua-Wüste, die sich über weite Teile des Grenzgebietes zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten erstreckt. Dazu kommen die Sonora-Wüste, ebenfalls im Grenzgebiet zu den USA und die Baja-California-Wüste in den Bundessaaten Baja California und Baja California Sur. Letztere ist eine besonders beliebte Option für Wüstensafaris aufgrund ihrer Nähe zu verschiedenen Urlaubsorten an der mexikanischen Pazifikküste.
Es handelt sich um eine besonders artenreiche Wüste, die trotz der geringen Niederschläge eine gewisse Feuchtigkeit dank ihrer Nähe zum Pazifischen Ozean aufweist
Es handelt sich um eine besonders artenreiche Wüste, die trotz der geringen Niederschläge eine gewisse Feuchtigkeit dank ihrer Nähe zum Pazifischen Ozean aufweist. So wachsen hier verschiedene Kakteenarten, widerstandsfähige Sträucher und Sukkulenten und finden wir Reptilien, Vögel, Insekten und sogar kleine Säugetiere, die sich an die extreme Hitze und Trockenheit der Wüste angepasst haben. Innerhalb der Baja-California-Wüste gibt es verschiedene Naturschutzgebiete wie das Biosphärenreservat El Vizcaíno oder den Naturpark Valle de los Sirios, die sich hervorragend für eine spannende Wüstentour mit echtem Western-Flair eignen.
Western-Feeling in der Baja-California-Wüste