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Wandern in der Karibik: Tipps und Inseln

Wandern in der Karibik: Tipps und Inseln

Die Karibik ist eine Region von überragender natürlicher Schönheit. Das gilt nicht nur für ihre weißen Strände und die üppige Vegetation – Berge, Schluchten, reißende Bäche, Vulkane, Unterwasserseen oder Wasserfälle im tiefsten Dschungel sind nur einige der vielen Highlights, die den neugierigen Wanderer auf seinen Streifzügen überraschen. Wandern in der Karibik ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst. Trotzdem hat so mancher Naturfreund Bedenken, sich beim Urlaub in der Karibik ins große Abenteuer zu stürzen. Ist es zu heiß? Ist es zu schwierig? Sind die Wege ausgeschildert? Oder könnte es gar gefährlich sein? Diese Zweifel sind ganz normal, vor allem, wenn man die karibischen Inseln zum ersten Mal besucht. Aber mit der richtigen Vorbereitung und dem nötigen Wissen steht einem tollen Wanderurlaub in der Karibik eigentlich nichts entgegen. Hier ein paar Tipps für den Trekkingurlaub in einer der schönsten Regionen der Welt.

Eine Wanderreise in der Karibik vorbereiten: welche Ausrüstung benötigt man?

Grundsätzlich benötigt man keine Spezialausrüstung für eine Wanderreise in der Karibik. Was genau erforderlich ist, hängt natürlich auch vom Schwierigkeitsgrad der Wanderungen ab, die man im Sinn hat. Erfahrene Wanderer wissen, wie wichtig es ist, die richtigen Utensilien dabei zu haben. Was man auf keinen Fall unterschätzen sollte, ist die hohe Luftfeuchtigkeit und plötzlichen Regenfälle, die einen auch außerhalb der Regenzeit immer wieder überraschen können. Deshalb ist es wichtig, besonders wasserfestes Schuhwerk zu verwenden, um auf dem nassen Untergrund nicht auszurutschen. Auch wasserfeste Kleidung ist von Vorteil. Sie sollte gleichzeitig atmungsaktiv sein, da die Karibikinseln das ganze Jahr über hohe Temperaturen aufweisen. Aus demselben Grund sollte man immer ausreichend Wasser dabei haben. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass auf einigen Inseln (nicht auf allen) die Wanderwege nicht oder kaum ausgeschildert sind. Deshalb empfiehlt es sich in vielen Fällen, auch GPS-Systeme zur Orientierung dabei zu haben.

Wandern in der Karibik: alleine oder in der Gruppe, geführt oder auf eigene Faust?

Wie oben bereits erwähnt, sind die Wanderwege auf einigen Inseln – etwa in der Dominikanischen Republik – oft gar nicht oder nur schlecht ausgeschildert. Deshalb kann es manchmal ratsam sein, einen lokalen Guide mitzunehmen. Es kann auch vorkommen, dass der Zugang zu einem Nationalpark – insbesondere auf Kuba – an einen Wanderführer gebunden ist. Das heißt, man kann viele Nationalparks gar nicht auf eigene Faust erkunden, selbst wenn man wollte. Hierüber muss man sich im Vorhinein unbedingt informieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Auf den kleinen Antillen sowie auf Puerto Rico hat man da meist mehr Freiheit. Ist kein Guide erforderlich, kann man auch gut alleine unterwegs sein. Wandern in der Karibik ist generell nicht gefährlicher als anderswo, vor allem, wenn man auf den Inseln bleibt, denn hier gibt es keine gefährlichen Tierarten wie Jaguare oder Pumas zu befürchten. Natürlich ist es immer ratsam, Kommunikationsmittel für den Notfall dabei zu haben.

Beim Wandern in der Karibik wird man von Flora und Fauna überrascht.

Wandern in der Dominikanischen Republik

Zugegeben: das Land ist nicht unbedingt als Ziel für Wanderfreunde bekannt. Das könnte sich in Zukunft aber ändern, denn immer mehr Urlauber kommen auf den Geschmack. Die Insel Hispaniola hat eine unglaublich vielfältige Landschaft zu bieten mit u.a. dem höchsten Berg der Antillen, den Pico Duarte (ca. 3100 m). Dieser ist oft mit Schnee bedeckt (was in der Dominikanischen Republik übrigens auch auf niedrigerer Höhe vorkommen kann!), und eine Wanderung zu seinem Gipfel dauert mehrere Tage und ist schon eher etwas für echte Bergsteiger. Aber es gibt auch viele mittelschwere bis leichte Wanderwege zu wunderschönen Ausflugszielen, etwa auf der Halbinsel Samaná oder im Süden des Landes. Selbst in unmittelbarer Nähe der Hotels in Punta Cana gibt es einige Einstiege zu ganz einfachen Wanderrouten. Wandern in der Dominikanischen Republik steht somit praktisch jedem offen. Hier zwei einfache Ideen zum Wandern für Anfänger:

Salto El Limón in Samaná

Dieser berühmte Wasserfall auf der Halbinsel von Samaná kann auf verschiedenen Wanderwegen erreicht werden, die glücklicherweise sogar ausgeschildert sind. Die einfachste Route ist nur 2,5 km lang und leicht zu erreichen. Die perfekte Art, in der Karibik Flora und Fauna zu entdecken.

Hoyo claro in Punta Cana

Diese schöne natürliche Lagune ist auf einem sehr einfachen Wanderweg zu erreichen, ist jedoch ziemlich unbekannt, weshalb man hier in relativer Einsamkeit die Natur genießen und ein Bad nehmen kann. Wenn man in Punta Cana untergebracht ist, braucht man außerdem nicht weit für den Einstieg zu fahren. Karibik erkunden leichtgemacht.

Wandern in der Karibik: ideal für einen Aktivurlaub.

Die größte Karibikinsel ist auch ein Wanderparadies: Kuba

Auch die größte Karibikinsel hat eine abwechslungsreiche Natur zu bieten. Für gut durchtrainierte Aktivurlauber gibt es im Südosten die Sierra Maestra mit dem höchsten Berg Kubas, dem Pico Turquino mit 1974 m. Dieser befindet sich in einem der Nationalparks, für welche man in Kuba leider meistens Eintritt bezahlen muss. Das ist aber einmal wirklich gut investiertes Geld, denn man wird mit einer sagenhaften landschaftlichen Schönheit belohnt. Natürlich gibt es auch sehr viel anspruchslosere Touren. Zu den beliebtesten Wanderrouten der Karibik gehören die Touren durch Viñales, eine Landschaft mit den berühmten Mogotes – eindrucksvolle, teilweise fast rechteckige Felsformationen – und vielen Höhlen wie der Cueva del Indio. Diese Insel in der Karibik hat unglaublich viel zu bieten und von den meisten Hotels aus werden Transporte zu verschiedenen Naturschutzgebieten angeboten.

Alle karibischen Inseln haben Ihren Charme

Im Grunde eignen sich alle karibischen Inseln zum Wandern. Ob Puerto Rico mit ihrem gut ausgeschilderten Regenwald, Martinique – die Blumeninsel – mit ihrer überaus vielfältigen Vegetation, Dominica mit ihrer vollkommen unberührten Natur, Guadeloupe mit ihren sagenhaften Vulkanlandschaften und Steilküsten oder sogar eine kleine flache Insel wie Aruba mit ihrem schroffen Nationalpark Arikok. Man muss nur auf die Idee kommen und lernen, die Ferien in der Karibik mit anderen Augen zu betrachten. Dann erschließen sich einem die herrlichsten Naturparadiese. Aktivurlaub? Karibik!